IPO/Deutsche Bank will mit DWS-Aktien 1,8 Milliarden Euro erlösen

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Der Börsengang der Vermögensverwaltung DWS kann der Deutschen Bank im besten Fall 1,8 Milliarden Euro bringen. Dies ist der Fall, wenn die maximal angebotenen 50 Millionen DWS-Aktien an Investoren am oberen Ende der Preisspanne verkauft werden.

Das teilte die DWS am Sonntag mit. Der japanische Versicherer verpflichtete sich, im Zuge des Börsengangs einen Anteil von 5,0 Prozent an der DWS zum Platzierungspreis zu erwerben. Im Gespräch waren ursprünglich die Platzierung von 15 bis 25 Prozent der Anteile und ein Börsenwert von bis zu 40 Milliarden Euro.

Die Mehrheit der Anteile soll aber bis auf Weiteres bei der Deutschen Bank verbleiben.

Die DWS gehört zu den grössten Vermögensverwaltern in Europa.

Die Deutsche Bank ist nicht die einzige, die sich bei den Börsenplänen ihrer Tochter in Bescheidenheit üben muss.

Neben der Mutter wird die Vermögensverwaltung DWS einen zweiten Grossaktionär bekommen. Der fünfte Vertreter, den die Deutsche Bank zur Gruppe der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder zählt, ist noch nicht aufgeführt. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Nicolas Moreau, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und Chef der DWS: "Wir freuen uns sehr, dass wir Nippon Life als Ankerinvestor gewonnen haben. Unsere strategische Partnerschaft steht im Einklang mit unserem Wachstumsfokus in der asiatischen Region und setzt Impulse für weiteres Wachstum", ließ er sich zitieren. Eine Woche vor Ostern, am 23. März, soll die DWS-Aktie zum ersten Mal gehandelt werden. Die Sparte, die bis vor kurzem noch Deutsche Asset Management hieß, ist traditionell ein stabiler Gewinnbringer im Deutsche-Bank-Konzern. Sie verwaltet Vermögen von rund 700 Milliarden Euro und verdiente im vergangenen Jahr vor Steuern 725 Millionen Euro. Anleger will die DWS mit einer satten Dividende locken und jährlich 65 bis 75 Prozent des Nettoergebnisses ausschütten.

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