Kein Zugang mehr zu Geheiminformationen: Trumps Schwiegersohn Kushner degradiert

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Durch diese Herabstufung ist die bislang herausgehobene Rolle Kushners im Weißen Haus infrage gestellt worden.

Donald Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner darf offenbar keine Einsicht mehr in streng geheime Dokumente nehmen.

Die Geschäftsbeziehungen von US-Präsident Trump und seinem engeren Umfeld mit der Deutschen Bank stehen schon seit einiger Zeit unter Beobachtung von Behörden und Öffentlichkeit in den USA und weltweit.

Dass Kushner in der Übergangsphase nach Trumps Wahlsieg, jedoch vor dem Amtsantritt des Schwiegervaters Kredite von ausländischen Investoren für das wackelnde Immobilien-Imperium seiner Familie suchte, hätte ihn obendrein disqualifizieren müssen.

Wie von topnews berichtet, wurde vor zwei Wochen im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen Mitarbeiter von Kelly bekannt, dass 130 Kader im Weissen Haus nicht über eine "Top Level Security Clearance" verfügen. Er soll unter anderem federführend einen Nahost-Friedensplan entwickeln. Bei den Ländern soll es sich um die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Israel und Mexiko handeln. McMaster habe "höchste Achtung vor Mr. Kushner", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats.

Kellys Entscheidung bedeutet, dass Kushner nur noch Zugang zu Verschlusssachen bis zur Sicherheitsstufe "geheim", aber nicht mehr der Top-Secret-Stufe hat. Ihm war dafür eine vorläufige Genehmigung erteilt worden. Enthalten sind streng vertrauliche Analysen der Geheimdienste, Informationen zu geheimen CIA-Einsätzen und Berichte der wichtigsten Informanten oder der Nachrichtendienste verbündeter Staaten.

Zu dem "Washington Post"-Bericht, demzufolge Kushners Auslandskontakte im Weissen Haus auf Bedenken stossen, lag zunächst keine Stellungnahme von Kushners Anwalt oder des Präsidialamts vor".

Immer wieder wird spekuliert, inwieweit auch Trump-Schwiegersohn Kushner erpressbar sein könnte. Der Stabschef reagierte damit wiederum auf den Druck, unter den er selbst durch die Affäre um seinen zurückgetretenen Assistenten Rob Porter geraten war. Porter hatte wegen dieser Vorwürfe eine ebenfalls nur temporäre Freigabe für seinen Posten erhalten.

"Das amerikanische Volk verdient Personal im Weißen Hauses, das die höchsten Standards erfüllt und das sorgfältig überprüft worden ist - besonders die, die nah mit dem Präsidenten arbeiten oder mit empfindlichen staatlichen Sicherheitsinformationen umgehen", schrieb Kelly am 16. Februar in dem fünfseitigem Memo.

US-Präsident Donald Trump und sein jetziger Stabschef im Weißen Haus, John Kelly. Es sei in einer neuen Regierung nicht ungewöhnlich, dass sich der Prozess so lange hinziehe.

Kushner ist einer der engsten Vertrauten Trumps.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, sagte, über einzelne Sicherheitschecks gebe sie keine Auskunft.

Auch würden innerhalb der Machtzentrale der Mangel an Regierungserfahrung sowie die Geschäftsschulden des Immobilieninvestors als potenzielle Schwachstellen gesehen, die ausländische Regierungen zur Einflussnahme auf Kushner nutzen könnten. Dies nährte in Washington Spekulationen, dass sich Kushner im Netz von Sonderermittler Robert Mueller verfangen habe oder anderweitig durch zweifelhafte Aktionen aufgefallen sei.

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