"Wir können Logan Paul nicht einfach rausschmeißen" — YouTube-Chefin

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Die Affäre um den US-amerikanischen YouTube-Star Logan Paul veranlasst das Videoportal nun dazu, mit stärkeren Sanktionen unangemessene Inhalte zu bestrafen - etwa durch das Aussetzen von Werbung auf den anstössigen Kanälen. Das kontroverse Video des 22-Jährigen hat dazu geführt, dass Google kurzerhand seine "Youtube Red"-Show eingestellt und ihn aus dem speziellen "Preferred Ads"-Programm rausgeworfen hat". "Wir können nicht einfach Menschen von unserer Plattform sperren", sagte Youtube-Chefin Susan Wojcicki am Montag bei der Code Media-Konferenz. Inhalte-Anbieter können das Anrecht auf Werbevermarktung verlieren, keine Gewinne mehr ausgezahlt bekommen, aus dem Partner Programm entfernt werden sowie alle Vorteile des Creator-Programms verlieren, etwa den Zugang zu den YouTube Spaces. "[.] Sie müssen gegen eine Regel verstoßen", so Wojcicki.

YouTube hat eine "Drei-Strikes"-Politik". Erst wenn jemand drei Strikes innerhalb von drei Monaten ansammelt, wird sein Account gelöscht.

Paul war nach der Veröffentlichung eines viel kritisierten Videos, in dem er ein Suizid-Opfer zeigte, für kurze Zeit untergetaucht (Ausgabe vom 15. Januar). "Ungeheuerliche Inhalte "seien nicht nur schädlich, sondern würden auch anderen YouTubern schaden, die dadurch weniger verdienen würden".

Für Wojcicki sei es allerdings wichtig, dass die Plattform über einheitliche Regeln verfügt und nicht nach freien Willen Youtuber sperrt. Das zu Amazon gehörende Unternehmen verhängte zum Schutz seiner minderjährigen Nutzer bereits einen strikten Dresscode.

"Was sie denken das geschmacklos ist, ist für eine andere Person nicht unbedingt ebenfalls geschmacklos".

Logan Paul darf somit weiterhin Videos auf Youtube veröffentlichen. Konkurrent Twitch geht ähnlichen WegEbenfalls mit Problemen und Skandalen zu kämpfen hatte die Streaming-Plattform Twitch. Wer hier deutlich über das Ziel hinausschießt, muss mit einem permanenten Bann rechnen.

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