Starker Export stützt die deutsche Wirtschaft

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Im Vorjahresvergleich legte das preisbereinigte BIP von Oktober bis Ende Dezember um 2,3 Prozent zu.

Die deutsche Wirtschaft bleibt auf kräftigem Wachstumskurs. Deutschlands Exportunternehmen erzielten 2017 das vierte Rekordjahr in Folge. Das Wachstum war allerdings kleiner als von Ökonomen erwartet. Auch die Importe erreichten demnach ein neues Rekordhoch - plus 8,3 Prozent. Die Notenbank kommt in ihrem jüngsten Monatsbericht zu einem insgesamt positiven Fazit: "Der in der Grundtendenz starke und breit abgestützte konjunkturelle Aufschwung in Deutschland wird dadurch nicht beeinträchtigt".

Die Außenhandelsbilanz schloss im Dezember 2017 mit einem Überschuss von 18,2 Milliarden Euro ab.

Die Konsumausgaben der Verbraucher, die Vergangenheit die Konjunktur angetrieben hatten, lagen in etwa auf dem Niveau des Vorquartals. Die Investitionen in Bauten sanken hingegen etwas. Die Exporteure profitieren vom anziehenden Welthandel, weshalb viele Unternehmen wieder mehr investieren. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen eine Konjunkturstütze bleiben.

Der Aufschwung mündet bislang nicht in einer starken Inflation. Ein höherer Wert wurde zuletzt 2013 mit einem Plus von 2,0 Prozent erreicht.

Das Wirtschaftswachstum hat sich in Deutschland zum Jahresende leicht verringert. Für das laufende Jahr hat die deutsche Wirtschaft nach Angaben der Statistiker bereits ein Plus von 1,0 Prozent sicher, selbst wenn sie in allen vier Quartalen nicht weiter wachsen sollte.

Damit ist der Währungsraum beim Wachstum auch auf Augenhöhe mit den USA, die exakt im selben Tempo zulegten. Im dritten Vierteljahr hatte es ein Plus von 0,7 Prozent gegeben. In Frankreich und Deutschland waren es mit 0,6 Prozent etwas weniger.

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