Morgan Tsvangirai ist tot

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Knapp drei Monate nach dessen Rücktritt erliegt er nun einem Krebsleiden.

Einen seiner letzten öffentlichen Auftritte hatte Tsvangirai vor wenigen Wochen, als ihn Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa besuchte. Der 65-Jährige sei an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben, teilte Elias Mudzuri, einer der Vize-Chefs von Tsvangirais Partei Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

"Es ist traurig für mich mitzuteilen, dass wir unsere Ikone und unseren Kämpfer für die Demokratie verloren haben", schrieb Mudzuri.

Wie die simbabwische Zeitung "NewsDay" berichtete, war in der MDC zuvor ein Streit um die Nachfolge von Parteiführer und Ex-Ministerpräsident Morgan Tsvangirai entbrannt. Im März wäre Tsvangirai 66 Jahre alt geworden. Er trat mehrfach bei den Präsidentschaftswahlen gegen Mugabe an, konnte das Amt aber nie übernehmen. Er fand seinen Weg in die Politik zunächst über die Gewerkschaften.

Nach den erneut von Manipulationsvorwürfen betroffenen Wahlen im Jahr 2008 kam es zu einer Pattsituation zwischen der MDC und Mugabes Regierungspartei ZANU-PF. Diese Aussage eines politischen Beobachters in Simbabwe beschreibt Tsvangirais Rolle in der Innenpolitik des Landes sehr gut. Später schwächten Streitigkeiten innerhalb der MDC die Partei.

Bei Tsvangirai war im Juni 2016 Darmkrebs diagnostiziert worden. Trotz seiner Krankheit wollte er dieses Jahr zur Präsidentschaftswahl antreten. Er wurde zuletzt im Nachbarland Südafrika behandelt.

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