Merkel und Nahles schalten um auf Offensive

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Beim politischen Aschermittwoch ihrer Partei hat Bundeskanzlerin Angela Merkel verbale Attacken auf die politische Konkurrenz unterlassen. Deshalb verspreche sie, sich um die SPD selbst zu kümmern. Deshalb gehe sie davon aus, dass viele SPD-Mitglieder aus innerer Überzeugung dafür stimmen würden.

Die CDU Mecklenburg-Vorpommern rechnet mit großem Andrang beim Politischen Aschermittwoch mit der Bundesvorsitzenden Angela Merkel im vorpommerschen Demmin. "Sondern es geht für jeden und in jeder Partei darum zu fragen, was kann ich für dieses Land tun, denn das ist die Aufgabe von Politik: zu dienen und nicht rumzumosern", sagte die CDU-Vorsitzende. Deswegen seien deutliche Worte mehr angebracht als in anderen Jahren. Es sei nicht die Zeit, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern für Vernunft und Verstand. "Es geht nicht um Verleumdungen und Unterstellungen, sondern es geht darum, dass wir wieder lernen, uns gegenseitig zu achten und zuzuhören und auch das Gute beim anderen zu sehen und nicht nur das Schlechte". Bei der Finanzpolitik - künftig in Händen der SPD - seien sichtbare Leitplanken eingezogen worden: Keine neuen Schulden und keine höheren Steuerbelastungen der Bürger. Mit 20,5 Prozent wie bei der Wahl 2017 könne die SPD nicht zufrieden sein.

Angesichts der geplanten Regierungsbildung und dem noch unsicheren Ausgang des SPD-Mitgliedervotums über eine große Koalition unterließ Merkel jegliche Kritik an dem möglichen Koalitionspartner. Auf andere Parteien ging die Kanzlerin in ihrer Rede nicht ein.

"Wir sind in einer ganz besonderen Zeit". Wo es in Deutschland noch nicht gut sei, solle es besser werden, betonte die Kanzlerin. "Ich bin überzeugt. Wir schaffen das", schloss die 63-Jährige.

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