Langsames Essen schützt vor Übergewicht

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Langsam-Esser hingegen spüren rechtzeitig, dass sie satt sind.

Auch der Verzicht auf abendliche Snacks und auf Mahlzeiten weniger als zwei Stunden vor dem Schlafengehen schützt vor dem Dickwerden, schreiben die Wissenschaftler im "British Medical Journal". Die Probanden waren älter als 40 Jahre und litten alle bereits an Diabetes.

"Das ist die erste Studie in dieser Größe, die den Effekt der Essgeschwindigkeit untersucht", kommentiert Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) die Untersuchung. Außerdem haben auch andere Faktoren Einfluss auf die Ergebnisse, die nicht von der Studie berücksichtigt wurden. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße: Wer einen Wert über 25 erreicht, gilt als übergewichtig, bei einem BMI über 30 spricht man von fettleibig oder adipös. Das zeigt zumindest eine japanische Studie.

Je schneller wir essen, desto eher riskieren wir Übergewicht. Sie sollten unter anderem einschätzen, ob sie langsam, normal oder schnell aßen.

Die Forscher vermuten, dass Schnell-Esser weiter essen, obwohl der Hunger längst gestillt ist. So konnten die Forscher ihren Gesundheitszustand ermitteln und in Relation zur Essgeschwindigkeit setzen. So nehmen sie weniger Kalorien auf. Zudem gehörten die Teilnehmer vermutlich zu einer eher gesundheitsbewussten Gruppe, da sie freiwillig an dem Programm teilgenommen hätten. So weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihren "10 Regeln für eine vollwertige Ernährung" darauf hin, dass langsames, bewusstes Essen den Genuss und das Sättigungsempfinden fördert.

Wer langsamer isst, ist also der Studie zufolge seltener dick. Sie werteten für ihre Untersuchung die Daten von rund 60.000 Menschen aus.

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