Gesundheitsausgaben pro Tag knacken die Milliarde

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Die Gesundheitsausgaben in Deutschland haben im Jahr 2017 erstmals die Marke von 1 Milliarde Euro pro Tag überschritten, so das Statistische Bundesamt in einer aktuellen Pressemitteilung. Dafür sehen die Statistiker vor allem einen Grund.

WIESBADEN. Für 2017 prognostiziert das Statistische Bundesamt (Destatis) einen Anstieg der Gesundheitsausgaben gegenüber 2016 um 4,9 % auf 374,2 Milliarden Euro.

Grundlage ist eine gemeinsame Definition, die von der Weltgesundheitsorganisation, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der europäischen Statistikbehörde Eurostat erarbeitet wurde. Im Jahr davor hatte der Kostenzuwachs bei 3,8 Prozent auf 356,5 Milliarden Euro gelegen - 4.330 Euro je Einwohner.

Dass die Steigerung von 2016 auf 2017 so hoch ausfiel, lag laut Statistischem Bundesamt daran, dass im vorigen Jahr das dritte Pflegestärkungsgesetz in Kraft trat. Durch diese Pflegereform erhielten unter anderem mehr Demenzkranke als bisher Leistungen aus der Pflegeversicherung. Auch Verwaltungs- und Investitionskosten aus diesem Bereich sind enthalten, nicht jedoch Ausgaben für Forschung oder die Ausbildung in Gesundheitsberufen. Die größten Finanzierungsquellen waren 2016 die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer mit 112,4 Milliarden Euro, die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber mit 81,6 Milliarden Euro sowie staatliche Transfers in Höhe von 51,8 Milliarden Euro, wie es hieß. Daher wichen die Zahlen von Ausgabenrechnungen einzelner Sozialversicherungsträger ab.

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