Fünf Männer sollen Schülerinnen vergewaltigt haben

Einstellen Kommentar Drucken

Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 23 Jahren sollen mehrere minderjährige Mädchen vergewaltigt haben. Die brutalen Taten folgten an entlegenen Orten auf zunächst vermeintlich harmlose Treffen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. "Die Täter wollten schon im Vorfeld das Vertrauen der Mädchen gewinnen und sie emotional an sich binden", sagte Ulrich Schmitz vom Kriminalkommissariat in Essen.

Drei mutmaßliche Täter sitzen bereits in Untersuchungshaft. Nach dem 18-jährigen Dean Martin Lauenburger wird mit einem Foto gefahndet. Gegen einen 16-Jährigen, dessen Name und Aufenthaltsort bekannt sind, werde laut Essener Polizei ebenfalls ermittelt - wegen seines jungen Alters liege aber kein Haftbefehl vor.

Weitere Taten sollen am 15. Januar auch am 18. Januar, einen Tag nach der ersten Festnahme, gewesen sein. Bislang sind den Ermittlern mindestens vier Fälle bekannt.

"Die Chat-Auswertungen ergeben, dass wir mit weiteren Taten rechnen müssen".

Die Polizei bittet deshalb auch weitere Opfer der Bande, sich unter der Nummer 0201/8297230 oder unter 110 zu melden. Nach intensiven Ermittlungen gehen die Fahnder davon aus, dass die Gruppe in wechselnder Tatbeteiligung für weitere Sexualstraftaten verantwortlich ist.

Die Masche der mutmaßlichen Sexualverbrecher soll immer ähnlich gewesen sein.

Im Ruhrgebiet soll eine Gruppe junger Männer mehrfach jugendliche Frauen sexuell missbraucht haben. Dann seien drei weitere Männer dazugekommen, um mit einem Auto gemeinsam durch die Stadt gefahren. Dabei wurde den Mädchen unter einem Vorwand das Handy abgenommen, um sie hilflos zu machen. Die jeweils 16-jährigen Mädchen erstatteten selbst Anzeigen. Bisher sind den Ermittlern erst drei der Opfer namentlich bekannt.

Die Verbrechen ereigneten sich in den vergangenen Wochen in Essen und Gelsenkirchen.

Zwei solche Gruppenvergewaltigungen sind gesichert, sie fanden am 29. Dezember 2017 und 16. Januar 2018 statt und wurden von den Opfern angezeigt. Die mutmaßlichen Täter kommen aus Gelsenkirchen.

Comments