Feuz schnappt sich Bronze in der Abfahrt

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Bei der Olympiade im kanadischen Vancouver vor acht Jahren hatte Svindal Gold im Super-G gewonnen, doch in der Abfahrt ist es sein erstes Gold.

"Im ersten Moment war ich schon enttäuscht, dass es für keine Medaille gereicht hat". "Ich habe wieder gezeigt, dass ich mich etabliert habe in der Weltspitze und werde alles daran setzen, dass ich da bleibe", sagte Dreßen am Donnerstag in Pyeongchang. "Aber am Ende des Tages Fünfter zu sein, ist nicht so schlecht", analysierte Dreßen.

Beat Feuz verpasste den anvisierten Olympiasieg in der Abfahrt, aber hinter den Norwegern Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud holte er sich immerhin Bronze. Auch der Ennepetaler Andreas Sander verpasste als guter Zehnter eine Überraschung (+1,37), Josef Ferstl (Hammer/+2,73) wurde 25. In der Königsdisziplin gab es seit 1992 nicht mal eine Platzierung in den Top 20. Vor vier Jahren in Sotschi war gar kein Abfahrer des Deutschen Skiverbandes am Start. Der zweitplatzierte Jansrud errang seine bereits vierte Medaille.

Nach der Goldmedaille von Marcel Hirscher in der Kombination erlebten die österreichischen Abfahrer ein Debakel und kamen nicht unter die besten Sechs, Vincent Kriechmayr wurde Siebter. Eine Enttäuschung. Sotschi-Olympiasieger Matthias Mayer war nach seinem Sturz im Kombi-Slalom nicht in Top-Verfassung und belegte im Endklassement den neunten Rang.

Wie beim starken Auftritt in der olympischen Kombinationsabfahrt, als Dreßen die Bestzeit aufstellte und nach dem Slalom achtbarer Neunter wurde, startete er mit der Nummer eins. Dennoch konnte der 24 Jahre alte Skirennfahrer vom SC Mittenwald sein Ergebnis vor der nur spärlich gefüllten Tribüne schnell einschätzen: "Vor mir ist keiner jünger als ich, das sind alles erfahrene Läufer".

Im Ziel wiegte Dreßen abwartend den Kopf hin und her und nahm auf dem Stuhl des Führenden Platz. Dominik Paris aus Italien fuhr auf Platz 4.

Diese Nachricht wurde am 15.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Die 110 Sportler aus der Bundesrepublik haben also jede Menge Chancen, auf dem Treppchen zu landen.

Hier geht es zum Medaillenspiegel.

Anschließend lag Jansrud sogar zeitweise schon mehr als vier Zehntelsekunden vor seinem norwegischen Mannschaftskameraden, verspielte jedoch unter anderem mit einem verpatzten Sprung seine komfortable Führung.

Svindal sicherte sich seine vierte Olympia-Medaille, die zweite in Gold. "Hut ab vor seiner Leistung", gratulierte Dreßen.

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