Amazon Alexa: Mehr Privatsphäre dank neuem Wunder-Chip

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Außerdem hat das Unternehmen Chip-EntwicklerInnen für Amazon Web Services angeheuert. Dies soll besonders eine gesteigerte Effizienz und schnellere Antworten von Alexa bewirken. Das Zauberwort des "Wunder-Chips" heißt wie so häufig künstliche Intelligenz. Dieser soll demnach in Geräten mit der digitalen Assistentin Alexa eingesetzt werden, vor allem in den Echo-Lautsprechern des Unternehmens.

Bis jetzt wird Alexa zwar mit einem in Silizium geschweißten Codewort aktiviert, die Auswertung der Sprachbefehle aber passiert entfernt im Rechenzentrum. Der Befehl aus dem TV-Gerät hat offenbar dazu geführt, dass der Amazon Echo eines Zusehers tatsächlich versuchte, Katzenfutter zu ordern, berichtet der "Guardian".

Dass Amazon seine eigenen Werbespots auch gestalten kann, ohne Aktivierungen auszulösen, zeigt sich anhand des Super-Bowl-Spot Beispiels: Obwohl der Name Alexa zehnmal erwähnt wurde, gab es keine Meldungen über unabsichtlich aktivierte Geräte. Nur bei komplexeren Anweisungen müssten die Daten nach wie vor auf die Server des Internetriesen übertragen werden.

Bereits 2015 hat sich der weltgrösste Onlinehändler für die Prozessor-Entwicklung gerüstet und den israelischen Chip-Hersteller Annapurna Labs übernommen. Laut "The Information" beschäftigt Amazon derzeit fast 450 Mitarbeiter mit Chip-Expertise. Neben der Nutzung von Dienstleistungen wie Antworten auf Fragen einholen, Wettervorhersagen abrufen oder Musik einspielen kann mit den sprachgesteuerten Alexa-Geräten etwa auch per Stimme nach Filmtiteln gesucht werden oder die Wiedergabe von Videos unterbrochen werden.

Ein weiterer Einsatzzweck für die KI-Chips könnten auch die eigenen Amazon-Server für Maschinenlernen sein.

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