US- Steuerreform zieht Credit Suisse ins Minus

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Die Anleger zeigen sich offensichtlich von der neuen Ertragskraft der umgebauten Credit Suisse überzeugt. Diesmal allerdings lässt sich der Verlust auf einmalige Sonderlasten aus dem US-Markt zurückführen.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat das dritte Jahr in Folge tiefrote Zahlen verbucht. Die Bank schnitt damit etwas besser als erwartet ab.

Die Aktien der Credit Suisse sind am Mittwoch mit plus 3,06 Prozent auf 17 Franken an die Spitze des SMI gestiegen. Das gelte insbesondere für das Handelsgeschäft, in dem die Erträge in den ersten sechs Wochen zweistellig zugelegt hätten. Der Grund dafür war jedoch nicht ein schlechtes geschäftliches Abschneiden, sondern eine Wertberichtigung auf Steuergutschriften in den USA. Vor Steuern kam ein Jahresgewinn von 1,8 Milliarden Franken heraus nach einem Verlust von 2,3 Milliarden Franken ein Jahr zuvor. Unterm Strich führten jedoch Belastungen durch die US-Steuerreform weiterhin zu einem Verlust von 983 Millionen Franken.

Langfristig werden die Institute aber von der sinkenden Steuerquote profitieren. Auch der Schweizer Wettbewerber UBS konnte den Steuereffekt abfedern, ohne in die Verlustzone zu rutschen.

Bei Credit Suisse kletterte der bereinigte Vorsteuergewinn auf 2,8 Milliarden Franken, die verwalteten Vermögen wuchsen auf den Rekordstand von 772 Milliarden Franken. "Diese guten Ergebnisse zeugen von der Stärke unseres Geschäftsmodells und der Effektivität unserer Fokussierung auf das Kundensegment der Superreichen", erklärte Konzernchef Tidjane Thiam. Bis 2020 peilt die Bank mit Hilfe weiterer Kostensenkungen und eines wachsenden Kerngeschäfts der Verwaltung von Privatvermögen eine Gewinnsteigerung auf fünf bis 5,5 Milliarden Franken an.

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