Olympia: Drittes Gold für Snowboard-Superstar White

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Ein Sturz überschattet den Wettkampf jedoch. Der 31-Jährige US-Amerikaner, der sich 2014 in Sotschi mit dem vierten Platz begnügen hatte müssen, triumphierte am Mittwoch im Phoenix Snow Park in Bokwang vor dem Japaner Ayumu Hirano und Weltmeister Scotty James aus Australien.

Shaun White ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat sich zum dritten Mal nach 2006 und 2010 zum Olympiasieger in der Snowboard-Halfpipe gekrönt. Für die USA war es die 100. Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen. "Ich bin so stolz, ich brauche diesen Druck", sagte er.

Vor dem dritten Durchgang war White nur Zweiter hinter Sotschi-Silbermedaillengewinner Hirano gewesen. Doch als es um die Entscheidung ging, steigerte er sich vor 4909 Zuschauern und erstaunte mit zwei Sprüngen mit vierfacher Drehung. "So wird das gemacht, Mann".

Im Finale füllte sich die Tribüne bei trübem grauen Himmel langsam, die Musik dröhnte leise und gedämpft. Vor dem dritten Durchgang war White noch Zweiter gewesen.

Der Snowboardmillionär hatte gleich zu Beginn Grund zum Jubeln gehabt: Nach seinem ersten Lauf schleuderte er seinen schwarzen Helm euphorisch weg und freute sich über 94,25 Punkte. Er war bei seinem ersten Sprung aus etwa fünf Metern Höhe auf den Rand der Superpipe geknallt und stürzte kopfüber in die Halfpipe.

"Es war mega", sagte Höpfl, "ich bin happy, dass ich den Zwölfer gestanden habe". Für den 22-Jährigen war die Teilnahme in Südkorea ein Erfolg, in der Qualifikation blieb er ohne Chance. Mit dem Rettungsschlitten wurde der Japaner aus der Eisrinne gebracht. Totsuka sei bei Bewusstsein und werde mit Schmerzen im Hüftbereich zu Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. White liebäugelt mit einem Antreten bei den 2020 stattfindenden Sommerspielen in Tokio. "Ich muss eine schwere Entscheidung treffen".

Sowohl Podladtchikov als auch White sind nicht nur virtuos auf Schnee sondern auch begnadete Skateboarder. "Sie haben dann zwei Jahre Vorsprung vor Peking 2022", sagte der Amerikaner mit Blick auf die Winterspiele in vier Jahren. "Diese habe ich noch auf dem Radar".

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