IOS 12 - Apple spart Features ein und will Qualität erhöhen

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Die Priorität liege nun zuerst darauf, die Softwarequalität wieder zu steigern und dann auf einer pünktlichen Auslieferung von Features: Diese sollen dann komplett fertig sein und funktionieren, wenn Apple sie ankündigt. Neue Funktionen, die noch nicht komplett ausgereift sind, sollen künftig verschoben werden dürfen. Fast wichtiger sei aber, welche neue Funktionen Apple nicht bringe: Ein Redesign des Homescreen beim iPhone, iPad und bei Carplay, oder eine überarbeitete Foto-App, die vorschlage, welche Bilder man anschauen soll beispielsweise.

Der bisherige Zeitplan sei so überladen gewesen, damit Apple jedes Jahr besonders große Fortschritte vermelden konnte.

Wie Bloomberg meldet, wird Apple zwar im Herbst wieder Updates zu seinen Betriebssystemen macOS und iOS veröffentlichen, die neue Features enthalten, doch die aktuelle Arbeit hat nun einen anderen Schwerpunkt. Entsprechend wenige neue Funktionen wird das kommende Update im Herbst beinhalten: Neben einigen Kleinigkeiten und der gemeinsamen neuen App-Basis (iOS-Apps auf macOS) will man den Pfusch der letzten Wochen und Monate beseitigen.

Damit will Apple laut Bloomberg auch Druck von den Entwicklern nehmen, die bislang jedes Jahr zu einem bestimmten Termin mit den Neuentwicklungen fertig sein mussten. Dadurch kam es wohl häufiger dazu, dass neue Features unter Zeitdruck unsauber zu Ende programmiert wurden. Entwickler sollen so mehr Zeit bekommen, eventuell noch nicht fertige Features zu verschieben - störende Bugs beim Launch neuer iOS-Veröffentlichungen sollen so minimiert werden.

Darüber hinaus soll iOS 12 auch ein Tool für digitale Gesundheit liefern. Bislang waren iOS und macOS voneinander getrennte Systeme. Entwickler könnten in Zukunft also eine einzige App für beide Betriebssysteme entwickeln, die Touch- und Maus-Bedienung gleichermaßen unterstützt. Dazu zählt etwa die Home-App zur Steuerung von Smart-Home-Geräten.

iOS soll sich künftig langsamer weiterentwickeln als zuvor, dafür nachhaltiger, das war bereits bekannt geworden. Weiterhin heißt es in dem Bericht, dass Apple daran arbeite, das Animoji-Menü zu vereinfachen. Sie könnten auch in FaceTime Einzug halten und somit bei Video-Chats genutzt werden. Laut dem Bericht hat der Software-Chef von Apple, Craig Federighi, die neue Strategie bei der Entwicklung schon im Januar 2018 intern den Mitarbeitern erklärt.

Apple arbeitet an der nächsten großen iOS-Hauptversion gemäß den vorliegenden Infos unter dem Codenamen "Peace" (zu Deutsch: Frieden).

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