Frenzel erneut Olympiasieger in der Nordischen Kombination

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Lukas Klapfer hat heute für die dritte österreichische Medaille bei den Spielen von Pyeongchang gesorgt. "Das ist für mich unbeschreiblich".

"Hut ab, dass er den Sieg von Sotschi nach dieser Saison wiederholt".

Nach dem Springen war Frenzel Fünfter gewesen, machte den Rückstand von 36 Sekunden aber rasch wett. Nach dem Skispringen lag der 29-Jährige auf Platz fünf. So wie Rydzek hatte auch Frenzel lange nicht an eine Medaille geglaubt - zu durchwachsen war die Saison für den 29-Jährigen aus Oberwiesenthal, in der er nur einen Einzel-Weltcup gewinnen konnte. Viel zu wenig für einen Athleten, der jeweils fünfmal Weltmeister und Gesamtweltcupsieger wurde.

Doch in Pyeongchang war er wieder ganz der Alte.

Und er konnte es kaum glauben, kopfschüttelnd lief er über die Ziellinie - denn nach dem Springen war er lediglich auf dem fünften Platz! Fieberhaft hatte er in den letzten Wochen nach den Ursachen gesucht.

Der Vorsprung des Führenden Franz-Josef Rehrl (Österreich) war auf dem ersten Kilometer des Rennens bereits deutlich kleiner geworden - es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er geschluckt wurde. "Letztendlich hat der Wind entschieden, wer die Möglichkeit hat, eine Medaille zu gewinnen oder nicht". Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek etwa, der nach Platz elf im Springen vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe stand. So hatten Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek, sein Teamkollege Fabian Rießle und der Norweger Jan Schmid keine Chance, an die Spitze des Classements zu springen. "Gefährlich war es nicht", kommentierte Bundestrainer Hermann Weinbuch den Verlauf des Schanzenwettbewerbs, "aber es war halt Lotterie". Immerhin kam Frenzel durch und bescherte Weinbuch die 45. Medaille bei WM und Olympia. Der Österreicher Rehrl und der Norweger Jarl Magnus Riiber, die Sprünge auf 112 und 111 hingelegt hatten, waren nach 3,6 Kilometern schon eingeholt. "Ich bin mega-stolz. Ich habe alles probiert und kann mit einem coolen fünften Platz heimgehen", sagte Rydzek. Rießle wurde Siebter, Vinzenz Geiger landete auf Rang neun.

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