Ekel-Infektion: 14 Würmer im Auge einer Frau gefunden!

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Die durchsichtigen und etwa einen Zentimeter großen Parasiten sind in Nordamerika bei Rindern verbreitet, Überträger sind Fliegen. Die "Thelazia Gulosa" mussten operativ aus dem Auge der 26-Jährigen entfernt werden. Zwei andere Typen des Wurms Thelazia sind den Wissenschaftlern zufolge bereits beim Menschen vorgekommen.

Als Beckley versuchte, diese herauszupullen, folgte der Schock: Sie hatte stattdessen einen kleinen Wurm auf ihrem Finger. Die Wurmart war zuvor noch nie bei einem Menschen festgestellt worden. "Mein linkes Auge war richtig gereizt und rot, und mein Augenlid war schlaff", berichtete sie dem US-Nachrichtensender CNN. Sie griff ins Auge und zog einen Wurm heraus.

Die 26-Jährige war in einer Farmgegend im US-Bundesstaat Oregon reiten und spürte nach einigen Tagen eine Irritation im Auge. Wenn die Fliegen an einem Auge landen, um die Tränenflüssigkeit zu trinken, dann bewegen sich die Larven, die sich im Spätstadium ihrer Entwicklung befinden, über den Rüssel der Fliege ins Auge. Der Parasit soll über Fliegen übertragen werden, wie Forscher in der "American Journal of Tropical Medicine and Hygiene" schreiben.

Ärzte entfernten dann weitere 13 Stück aus ihrem Auge.

Die junge Frau hatte aber Glück im Unglück: Schließlich gehen die Experten davon aus, dass, wenn die Würmer noch länger im Auge geblieben wären, Beckley wohl Hornhautnarben davon getragen hätte oder am Ende sogar erblindet worden wäre. Normalerweise verschwänden die Symptome bei Menschen nach der Entfernung der Würmer, sagte Richard Bradbury von der Abteilung für parasitäre Krankheiten und Malaria des CDC. Erst in dieser Woche machten Wissenschaftler den Fall öffentlich.

Zu dem Fund in Beckley's Auge sagte er: "All diese Parasiten sind selten, und dieser ist äußerst selten". Bis zu dem aktuellen Fall um Abby Beckley, der am Montag in einer amerikanischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, nahmen Ärzte an, dass in den USA nur Thelazia californiensis auch Menschen befällt. Die Fachleute vermuten nun, dass die Bevölkerung in der betroffenen Gegend anfälliger für die Infektion sein könnte als bisher angenommen.

Beckleys Würmer haben keinen bleibenden Schaden hinterlassen. Auch ein Augenarzt zog ihr später zwei Exemplare aus dem Auge.

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