Pferde auf Kölner Rosenmontagszug gehen durch

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Seit kurz nach 15 Uhr zieht der Zug weiter. Man kann von Glück sagen, dass die Pferdekutsche nicht in die Menschen gerast ist.

Die Pferde sollen mit einer Kutsche durchgegangen sein, als eine Lücke im Zug entstanden war.

Wie ein Polizeisprecher unserer Redaktion mitteilte, ereignete sich der Unfall gegen 14.30 Uhr am Appelhofplatz, als Kutschenpferde in Panik gerieten. Die Wagen, die der Kutsche im Zug folgten, wurden angehalten. Krankenwagen steuerten die Unfallstelle an.

Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger habe sich aber NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bereits zu dem Unfall geäußert und sich gegen ein Verbot von Pferden beim Rosenmontagszug ausgesprochen. Dann wurden die Pferde immer schneller und man merkte: Die gehen durch.

Die Tiere rannten daraufhin frontal in eine Art Lkw-Tribüne, die sich in einer Kurve befand. Neben der Tribüne standen überall Menschen herum. Die Pferde sind dabei nicht gestürzt. "Ein Zug ohne Pferde ist Mist", wird Reul zitiert. Die Stimmung am Zugweg ist total gekippt. Jetzt muss erst mal geprüft werden, woran es wirklich lag. Der Einsatz von Pferden bei den Rosenmontagszügen ist stark umstritten.

Im vergangenen Jahr hatte es im Kölner Rosenmontagszug auch schon ein Unglück mit einem Pferd gegeben. Seitdem ist die Teilnahme von Pferden mehr denn je in der Diskussion. Tierschützer fordern seit Langem, auf Pferde zu verzichten.

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