Außenminister Çavuşoğlu sieht Beziehungen zu den USA an "kritischem Punkt"

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Nach Ansicht des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu sind die Beziehungen zwischen Ankara und Washington an einem "sehr kritischen Punkt" angelangt. Darüber wolle er bei dem Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in dieser Woche in Ankara sprechen. Hauptthema des Treffens dürfte das Verhältnis zu den syrischen Kurden sein.

Die USA sind in Syrien im Kampf gegen die Terrormiliz IS mit den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) verbündet. Die Türkei betrachtet die YPG jedoch wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Terrororganisation.

Seit Jänner führt die türkische Armee einen Militäreinsatz gegen die YPG in Nordwestsyrien. Anders als in Afrin sind dort auch US-Soldaten zur Unterstützung der YPG stationiert; es droht damit eine direkte Konfrontation der Nato-Partner.

Cavusoglu rief die USA auf, "das Notwendige in Manbidsch zu tun" und die Truppen abzuziehen. Das "zerbrochene Vertrauen" müsse wiederhergestellt werden. "Da gibt es keine Alternative", sagte Cavusoglu heute in Istanbul.

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