Althaus zur Halbzeit auf Silberrang

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Es wurde zum Herzschlagfinale - und am Ende stand Platz zwei für Katharina Althaus im Skispringen von Pyeongchang. Nach dem ersten Sprung ist die Nervosität abgefallen. "Beim dritten konnte ich dann wieder zeigen, was ich drauf habe", sagte Althaus.

Damit feierte das deutsche Skisprung-Team kurz vor Mitternacht bereits das zweite Edelmetall, nachdem Wellinger am Samstag in der Hängepartie der Männer triumphierte. Bundestrainer Andreas Bauer (54): "Wir sind alle mega stolz". Vier Jahre nach dem olympischen Premierensieg von Carina Vogt in Sotschi musste sich die 23-Jährige aus Oberstdorf mit 252,6 Punkten nur Weltcup-Spitzenreiterin Lundby geschlagen geben, die auf 264,6 Zähler kam und mit 110,0 m auch die Tagesbestweite stand. Bronze sicherte sich die Japanerin Sara Takanashi (243,8), die vor vier Jahren undankbare Vierte geworden war. Damit riss nach Olympia-Gold und zwei WM-Titeln im Einzel 2015 und 2017 auch ihre Siegesserie bei Großereignissen.

Noch vor dem Wettbewerb, der so spät wie kein anderer bei diesen Winterspielen angesetzt war, hatte Wellinger ihrer Kollegin Glück gewünscht. Die 21 Jahre alte Oberstdorferin sprang im ersten Durchgang am Montagabend (Ortszeit) auf 106,5 Meter und liegt damit zur Halbzeit auf Rang zwei. Althaus blieb cool, landete bei 106 Meter - Führung! Immer wieder mussten die Athletinnen wegen der wechselnden Winde warten und von verschiedenen Absprungluken aus starten.

Besonders schwer trafen die Wetterkapriolen Vogt, die im ersten Durchgang die längste Zwangspause einlegen musste und mit die schlechtesten Verhältnisse antraf.

Der Deutsche Ski-Verband konnte sich über ein gutes Teamergebnis freuen: Carina Vogt belegte den fünften Platz, Ramona Straub und Juliane Seyfarth landeten auf den Plätzen acht und zehn.

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