Tote bei Großoffensive gegen Extremisten auf dem Sinai

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Nach dem Beginn einer groß angelegten Anti-Terror-Operation haben Ägyptens Streitkräfte eigenen Angaben zufolge auf der Sinai-Halbinsel 16 Extremisten getötet. Der Einsatz war am Freitag gestartet worden.

Vier weitere Extremisten seien festgenommen worden, teilte das Militär am Sonntag mit. Zerstört wurden demnach auch ein Sprengstofflabor, ein "Informationszentrum" der radikalen Islamisten sowie sechs Cannabis- und Opiumfelder. Nach Armeeangaben gehen die Sicherheitskräfte auch im Nil-Delta im Norden Ägyptens und in der Wüste im Westen des Landes gegen mutmaßliche Terroristen vor. Dort ist der ägyptische Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" aktiv. Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der einzige ernstzunehmende Kandidat für die Wahl am 26. März, hatte daraufhin seinem Armeechef und seinem Innenminister drei Monate Zeit gegeben, um die Sicherheit und Stabilität auf dem Sinai wiederherzustellen. Nach dem schweren Anschlag auf eine Moschee auf dem Sinai Ende November, bei mehr als 300 Menschen getötet wurden, hatte Sisi das Militär aufgefordert, die Region binnen drei Monaten mit allen nötigen Mitteln unter Kontrolle zu bringen. Zu der Tat bekannte sich bis heute niemand. Dieser war im April 2017 nach zwei Anschlägen des IS auf koptische Kirchen verhängt worden. Der Fokus lag auf dem Nord-Sinai, einer Hochburg von Extremisten.

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