Russisches Passagierflugzeug offenbar bei Moskau abgestürzt

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Moskau. Ein russisches Passagierflugzeug mit 71 Menschen an Bord ist in der Gegend von Moskau nach vorläufigen Erkenntnissen der Behörden abgestürzt. An Bord befanden sich demnach 65 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Lokale Medien berichten, die Maschine sei mit einem Helikopter der russischen Post zusammengestoßen. Rettungskräfte seien zur möglichen Absturzstelle im Gebiet Moskau unterwegs, teilte die Nachrichtenagentur 'Tass' mit.

Bei dem Flugzeug handelt sich um einen Regionaljet vom Typ An-148 der Inlandsfluggesellschaft Saratow Airlines.

"Trümmer sind gefunden worden, es gibt keine Überlebenden", berichtete die Agentur weiter unter Berufung auf Mitarbeiter des Katastrophenschutzes.

Nach Angaben von Nachrichtenagenturen haben Augenzeugen aus dem Dorf Argunovo ein brennendes Flugzeug vom Himmel fallen sehen.

Präsident Wladimir Putin setzte eine Kommission zur Untersuchung des Absturzes ein, meldete das Staatsfernsehen.

Saratov Airlines, der Name stammt von der russischen Oblast bzw. der gleichnamigen Stadt, verfügt über zwölf Flugzeuge und fliegt 28 Destinationen innerhalb von Russland an. Auch Verkehrsminister Maxim Sokolow soll zum Absturzort unterwegs sein.

Insgesamt gab es in Russland seit 2010 mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern.

Zweieinhalb Jahre zuvor war eine Boeing 737-500 beim Anflug auf die russische Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen und in Flammen aufgegangen. Es gibt keine Überlebenden, 50 Menschen sterben.

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