Plagiarius 2018: Die dreistesten Produktfälschungen des Jahres

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Links im Bild ist jeweils das Original zu sehen. KG, rechts das Plagiat des chinesischen Herstellers Xingtai Kurbao Toys.

Auch das Puky-Kinderfahrzeug (Artikelbild oben) wurde von einem chinesischen Unternehmen in Design und Technik exakt kopiert; doch immerhin wurde der Name in "Qidong" geändert.

Frankfurt/Solingen. Plagiate sorgen nicht nur bei Doktorarbeiten für Furore. In der Wirtschaft sind sie eine weitverbreitete Seuche. Er wird seit 1977 verliehen, in diesem Jahr fand die Verleihung im Rahmen der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente statt.

Es waren wieder chinesische Unternehmen, die bei der 42. Verleihung des Schmähpreises "Plagiarius" an der Spitze der Nachahmer lagen. Der jährliche Preis solle aber auf die Probleme der betroffenen Firmen aufmerksam machen und die Meinung verdeutlichen, "dass plumpe 1:1-Nachahmungen einfallslos und moralisch verwerflich sind und zu Stillstand führen. Jedes Plagiat hat zwei Seiten - eine juristische und eine moralische". Nun steht ihnen die Trophäe des Negativ-Preises zu: ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase - Symbol für die Gewinne, die Nachahmer auf Kosten der Kreativen und der Industrie erwirtschaften.

Nach Angaben der Organisatoren haben die EU-Zollbehörden 2016 Nachahmerprodukte im Wert von 670 Millionen Euro an den Grenzen beschlagnahmt. Doch allein die Ankündigung der Verleihung zeige bei manchen Plagiatoren Wirkung: Zehn bis 15 Prozent der angeschriebenen Unternehmen gingen daraufhin eine Einigung mit den geschädigten Originalherstellern ein. Das Museum an der Bahnhofstraße 11 ist von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.

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