Gerard gewinnt olympisches Snowboard-Gold im Slopestyle

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Redmond Gerard fliegt in Pyeongchang überraschend zu Gold.

Der 17-jährige US-Amerikaner Redmond Gerard hat sich am Sonntag zum Olympiasieger im Slopestyle-Bewerb der Freestyle-Snowboarder gekürt. Der jüngste Finalist überzeugte die Jury mit seinen Tricks auf den Geländern (Rails) und Sprüngen (Kickern) und zeigte den am besten bewerteten Lauf. Dass der Amerikaner nach den verpatzten ersten Finalläufen mit 43,33 und 46,4 Zählern abgeschlagen Letzter war, zählte nicht mehr. Nur Toni Nieminen (Finnland, 16 Jahre und 254 Tage) bei seinem Triumph im Skispringen 1992 und Gerards Landsmann Billy Fiske (16 Jahre und 259 Tage) im Bobfahren 1928 waren jünger.

"Das ist verrückt. Ich kann es ehrlich gesagt nicht glauben", sagte Gerard nach seinem Gold-Coup: "Ich zittere - vielleicht von der Kälte, oder von der Aufregung, ich weiß es nicht. Aber Erster zu werden, das ist verrückt".

Die Biographie von Sieger Gerard ist darum interessant, weil seine Snowboard-Karriere im eigenen Garten begann. Seine Brüder bauten nach dem Umzug aus dem US-Bundesstaat Ohio nach Colorado im Schnee auf dem Familien-Grundstück einen kleinen Kurs auf. "Es hat einfach Spaß gemacht". Sage Kotsenburg (USA), der die Olympia-Premiere im Slopestyle vor vier Jahren gewonnen hatte, war nicht am Start. Im Phoenix Snowpark der Winterspiele von Südkorea jubelte nun Gerard mit der amerikanischen Flagge auf den Schultern. Am Ende sicherte er sich hinter Gerard und seinem Landsmann Max Parrot Bronze. Auch McMorris' Sieg wäre eine beeindruckende Geschichte gewesen, kämpfte er sich doch nach einem Sturz vom März mit 17 Knochenbrüchen, gerissener Milz und kollabierter Lunge zurück. Topfavorit Marcus Kleveland (Norwegen) ging als Sechster auf dem anspruchsvollen Kurs leer aus, auf dem es zuvor in der Herren-Qualifikation und im Damen-Training mehrere schwere Stürze gegeben hatte.

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