NOFV stellt Antrag auf Strafverfahren gegen Babelsberg

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Insbesondere den Leiter des Verfahrens, Jürgen Lischewski, Vorsitzender des Verbandsgerichts, lehnen die Babelsberger ab.

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat einen Antrag beim eigenen Verbandsgericht auf ein Verfahren gegen den Regionalligisten Babelsberg 03 gestellt.

Potsdam. Der SV Babelsberg 03 muss im Streit mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) um eine ausstehende Strafzahlung mit einer Spielsperre rechnen.

Risikospiel Babelsberg 03 gegen Energie Cottbus
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Laut Fuchs könnte bei einer Verurteilung in einem Verfahren eine Spielsperre drohen "wenn der Verein den Verpflichtungen laut Paragraf 28 nicht nachkommt". Er wies darauf hin, dass Babelsberg bisher auf zwei Mahnungen zur Zahlung einer verhängten Geldstrafe in Höhe von 7000 Euro nicht reagiert habe.

Laut Fuchs war das Geld am Montag noch nicht eingegangen, nach weiterer Prüfung werde nun wohl eine Antragstellung beim Verbandsgericht des NOFV folgen. "Doch ich sehe bei den permanenten Lügen des NOFV wenig Chancen auf eine Einigung", hatte der Babelsberger Vorstand auf der Vereins-Internetseite mitgeteilt: "Vielmehr fühlen wir uns durch die jüngsten Erklärungen des Verbandes, die wiederholt unwahr sind, bestärkt, dass wir uns im Recht befinden und vor einem ordentlichen Gericht erfolgreich sein werden". Der NOFV scheine jegliches Augenmaß verloren zu haben. "Wenn alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind, dann kann die erste Herrenmannschaft vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden", hieß es von Flottron gegenüber dpa. Babelsberg stört sich vor allem daran, dass in der ursprünglichen Urteilsbegründung aufgeführt wurde, dass ein Babelsberger Fan als Reaktion auf rassistische und antisemitische Schmähungen einiger Cottbuser "Nazischweine raus" gerufen habe.

Babelsberg monierte bereits kurz nach Bekanntwerden des Sportgerichtsurteils zum Cottbus-Spiel vom 19. Juni 2017, dieses sei "inhaltlich fragwürdig und entspricht formal keinen rechtsstaatlichen Grundsätzen". "Solange auch nur der leiseste Anschein erweckt wird, dass das sanktioniert wird, können wir das Urteil nicht akzeptieren", sagte Vorstandschef Archibald Horlitz. Der Versuch, gegen das Urteil Einspruch einzulegen, sei nicht angenommen worden, weil die Berufungsschrift nicht namentlich unterschrieben war - laut SVB gängige Praxis im Kontakt mit dem Verband.

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