Amazon will auch Waren von anderen Händlern zustellen

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Unter dem Namen "Shipping with Amazon" (SWA) wolle der Handelsriese selbst Pakete von anderen Unternehmen abholen und an deren Kunden ausliefern, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag und berief sich dabei auf mit den Plänen vertraute Personen.

Der Service soll bereits in den nächsten Wochen starten, vorerst allerdings lediglich in Los Angeles und auf Unternehmen beschränkt, die ihre Produkte bereits über den Amazon Marketplace verkaufen.

Die Aktien von UPS und Fedex reagierten mit deutlichen Kursverlusten auf die Nachrichten.

Amazon plant dem Bericht nach die Preise von UPS und FedEx zu unterbieten, die genaue Preisstruktur soll allerdings noch unklar sein.

Laut Medienberichten bereitet sich der Online-Marktplatz Amazon darauf vor, einen Lieferservice für Unternehmen einzuführen. In einem ersten Schritt werden Waren von Drittanbietern auf Amazon.com an die Kunden ausgeliefert.

Dem Bericht zufolge ist es offen, inwieweit Amazon wirklich im großen Stil Pakete für andere Unternehmen zustellen kann. Ähnlich wie Deutsche Post DHL hierzulande, haben UPS und Fedex in den USA über Jahrzehnte hinweg riesige Netzwerke für die Paketzustellung aufgebaut. Die Konkurrenz rüstet sich bereits: UPS will allein in diesem Jahr bis zu sieben Milliarden Dollar in sein Liefernetzwerk stecken. Die neuesten Pläne des Internet-Handelskonzerns wollte er hingegen nicht kommentieren.

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