US-Justizministerium deckt einen Ring von Cyberkriminellen auf

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Die Festnahmen und Anklagen gehörten "zu den bisher bedeutendsten im Bereich Cyberkriminalität". Dutzende Verdächtige werden angeklagt.

Durch den Ring seien Banken, Unternehmen und Privatkunden um mehr als 530 Millionen US-Dollar (rund 430 Millionen Euro) geschädigt worden.

Dem amerikanischen Justizministerium ist ein Schlag gegen einen weltweit agierenden Ring von Cyberkriminellen gelungen.

"Infraud" zählte gemäss den Angaben im März vergangenen Jahres 10 901 Mitglieder, die auf der Plattform persönliche Daten, Kreditkartendaten sowie Schadsoftware kaufen oder verkaufen konnten. Doch 13 der Angeklagten seien in den USA, Australien, Großbritannien, Frankreich, Italien, Serbien und dem Kosovo festgenommen worden, hieß es.

Die Festnahmen erfolgten in Zusammenarbeit mit den Justizbehörden der jeweiligen Länder. Er soll im Darknet mit den Tarnnamen "Obnon", "Rector" und "Helkern" unterwegs gewesen sein.

Unter dem Slogan "In Fraud We Trust" (Wir vertrauen Betrug) habe die Organisation Anfragen nach gestohlenen Ausweisdokumenten, entwendeten Finanz- und Bankinformationen, Schadprogrammen und anderen illegalen Waren an automatisierte Verkaufsstellen der "Infraud"-Mitglieder im Netz weitergeleitet und abgesichert". Der 34-Jährige sei weiter flüchtig.

US-Staatsanwalt Dayle Elieson vom US-Distrikt Nevada sagte, es habe sich um eine der größten Ermittlungen gehandelt, die jemals vom Justizministerium vorgenommen worden sei. "Kriminelle können sich nicht hinter ihren Bildschirmen verstecken".

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