Prozess in Hannover: Radfahrer totgefahren wegen Handy am Steuer - Frau verurteilt

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Für die fahrlässige Tötung eines Radfahrers hat eine Autofahrerin (25), die am Steuer telefoniert hatte, eine 14-monatige Bewährungsstrafe erhalten. Die junge Frau gestand am Donnerstag im Amtsgericht Hannover unter Tränen, den Tod des 67-Jährigen verursacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, im vergangenen Juli telefonierend mit Tempo 50 bis 60 bei Rot in eine Kreuzung gefahren zu sein. Der getötete Radfahrer hatte Grün und war vom Sportwagen der Fahrerin trotz Vollbremsung erfasst worden. Außerdem ist sie für ein Jahr den Führerschein los und muss eine Geldstrafe bezahlen. Er starb zwei Tage später an seinen Schädel-Hirn-Verletzungen im Krankenhaus.

"Bitte glauben Sie mir, es tut mir alles so leid", sagte die Angeklagte vor der Urteilsverkündung.

Nach Angaben ihres Rechtsanwalts war die Frau in ein emotionales Gespräch in der Trennungsphase von ihrem Ex-Freund verwickelt. Dabei habe sie aber Ohrstöpsel benutzt, wie es erlaubt sei, sagte der Jurist. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

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