Gewerkschaften fordern Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst

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"Die Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln", begründete ver.di-Chef Frank Bsirske die Forderung.

Nach Verdi-Angaben würde die Tarifanhebung für Kommunen zu einer Mehrbelastung von sechs Milliarden, für den Bund von 450 Millionen Euro führen.

Geht es nach dem Willen der Gewerkschaften, sollen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sechs Prozent mehr Gehalt bekommen. Allerdings habe er noch nie erlebt, "dass eine gewerkschaftliche Forderung zu 100 Prozent erfüllt wird", räumte Bsirske ein. Das habe die zuständige Tarifkommmission beschlossen. Auf diese Tarifforderung einigten sich ver.di, der dbb-Beamtenbund, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP).

Durch das günstige wirtschaftliche Umfeld wachse das Bruttoinlandsprodukt im neunten Jahr in Folge, das ermögliche 2018 kräftige Lohnzuwächse, argumentierte der ver.di-Vorsitzende.

Zu den weiteren Forderungen der Gewerkschaften gehört eine Angleichung von Sonderzahlungen wie das Urlaubsgeld im Tarifgebiet Ost an das Westniveau, um die ungleiche Bezahlung zu beenden. Hinzu komme eine auf 1,8 Prozent anziehende Preissteigerungsrate. Die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und dem scheidenden Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beginnen am 26. Februar in Potsdam. Für den 12. und 13. März sowie den 15. und 16. April sind zwei weitere Verhandlungsrunden geplant.

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