Athen wagt sich an die Finanzmärkte

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"Ich komme in einem wichtigen Moment für Griechenland".

Am Donnerstag unternahm Athen einen Testgang an die Kapitalmärkte mit einer siebenjährigen Staatsanleihe, das Volumen lag bei mindestens drei Milliarden Euro. Damit will sich das Land für die Zeit nach dem Auslaufen des Rettungsprogramms und eine vollständige Rückkehr an die Kapitalmärkte wappnen. Gleichwohl ist die neue Anleihe ein psychologisch wichtiges Signal. Griechenlands drittes Rettungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 86 Milliarden Euro läuft noch bis August.

Dies sei nach den Bemühungen der Griechen in sichtbare Nähe gerückt, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici bei einem Treffen mit dem griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos in Athen. Im Juni müsse es eine umfassende Vereinbarung geben, wie Griechenland das aktuell laufende Hilfsprogramm verlasse und wie mit den Maßnahmen zur Schuldenerleichterung umgegangen werden solle. Damals hatte das Finanzministerium mit Anleihen insgesamt drei Milliarden Euro bei einer Laufzeit von fünf Jahren eingesammelt. Im Gegenzug mussten wechselnde griechische Regierungen harte Reformauflagen umsetzen. Wie die griechische Finanzpresse unter Berufung auf Kreise der Schuldenagentur berichtete, wird mit einer Rendite um die 3,75 Prozent gerechnet.

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