Unverständnis über hohe Boni bei Deutscher Bank

Einstellen Kommentar Drucken

Im Vorstand des Geldhauses habe es darüber eine kontroverse Debatte gegeben, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab unter Berufung auf einen hochrangigen Banker.

Die Bonuszahlungen waren bei Deutschlands grösstem Kreditinstitut von 2,4 Milliarden Euro 2015 auf 500 Millionen Euro im Jahr darauf zurückgegangen.

Bei der Deutschen Bank endet laut vorläufigen Zahlen auch das dritte Geschäftsjahr unter Sanierer Cryan mit einem Minus. "Einerseits Arbeitsplatzabbau, andererseits goldene Nasen in der Führungsetage - das kann man niemandem erklären". Damit ist jetzt Schluss.

Auch SPD-Chef Martin Schulz zeigt wenig Verständnis für die Extra-Zahlungen an die Deutsch-Banker: "Überall schließen Bankfilialen, Kunden verlieren ihre Berater, Berater ihre Jobs", erklärte Schulz gegenüber BILD.

Ähnlich äusserte sich der CDU-Sozialexperte Matthias Zimmer in der "Bild"-Zeitung: Die Boni seien "eine eigenwillige Interpretation des Grundsatzes, dass sich Leistung lohnen soll". Wenn in dieser Situation Boni in Höhe von einer Milliarde Euro ausgeschüttet werden, dann verliert ein Unternehmen nicht nur an Ansehen. Das schadet insgesamt unserer Solidargemeinschaft. Weiter sagte er: "Man kann die Legitimität einer Wirtschaftsordnung durch solche Praktiken gefährden". Diese lebe von Glaubwürdigkeit und Gerechtigkeit.

Comments