BAG sucht Schweizer Tollwut-Touristen

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Die beiden Personen hätten sich möglicherweise in den USA mit Tollwut angesteckt und wüssten nichts davon, heisst es in einem öffentlichen Aufruf.

Die amerikanischen Gesundheitsbehörden (CDC) haben das BAG gewarnt, dass das gesuchte Paar in Florida mit infizierten Fledermäusen in Kontakt gekommen ist und sich dabei möglicherweise mit dem Tollwut-Virus angesteckt hat.

Das betroffene Paar solle sich für die nötige Behandlung so rasch als möglich mit seinem Hausarzt oder mit dem Bundesamt für Gesundheit in Verbindung setzen, schreibt das BAG weiter.

Die Schweizer hatten am 10. Januar in Naples (Florida) eine verletzte Fledermaus vom Boden aufgehoben und in eine Tierklinik gebracht. Beim Tier sei später Tollwut festgestellt worden.

Es soll sich um einen Mann und eine Frau aus der Schweiz handeln. Das Virus werde über den Speichel ausgeschieden, die Schweizer könnten sich über eine Hautverletzung infiziert haben, informierte das Amt. Die Übertragung erfolgt durch Bissverletzung oder durch Lecken einer Haut- oder Schleimhautverletzung. Die Inkubationszeit kann mehrere Monate dauern. Der Mann gab an, in einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen zu arbeiten. "Vor dem Auftreten der Symptome kann Tollwut mit einer sogenannten postexpositionellen Impfung erfolgreich verhindert werden". Das BAG ruft die beiden Personen dazu auf, sich sofort mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen und das BAG zu informieren. "Je nachdem, an welcher Körperstelle die Infektion stattgefunden hat, kann die Krankheit nach einigen Tagen oder Wochen, aber eventuell auch erst nach einem halben Jahr ausbrechen", so der Mediziner Koch.

Die Schweiz gilt nach einer erfolgreichen Fuchsimpfkampagne seit 1998 offiziell als tollwutfrei.

Das Rabiesvirus greift das Zentralnervensystem an. Die Lähmung der hinteren Hirnnerven hat eine Rachenlähmung zur Folge, was dazu führt, das sich Schaum vor dem Mund bildet.

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