Überraschende Studie Stehen im Job ist noch schlimmer als Sitzen

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Wenn es um gesunde Verhaltensweisen und Herzgesundheit geht - so heißt es doch immer - habe permanentes Sitzen eine eher nachteilige Wirkung. Diese verbreitete Annahme haben kanadische Wissenschaftler nun wiederlegt.

Nicht nur deshalb galt es lange Zeit als Fakt, dass Menschen, die eine stehende Arbeit ausführen, gesünder leben, als diejenigen, die im Sitzen arbeiten müssen.

Für die Studie waren rund 7.300 Männer und Frauen ab einem Alter von 35 Jahren über zwölf Jahre hinweg begleitet worden.

Ihre Untersuchungsergebnisse veröffentlichten die Experten schließlich im Fachmagazin "American Journal of Epidemiology". Außerdem registrierten die Forscher, wer welchen Beruf ausübte. In dem Zeitraum hatten 3,4 Prozent der Teilnehmer eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Die Forscher kategorisierten die Probanden nach der Art, wie sie ihren Job ausübten - ob sie bei der Arbeit hauptsächlich sitzen, stehen oder abwechselnd sitzen und stehen mussten.

Bei einer sitzenden Tätigkeit ist das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung nicht so hoch.

Auch zwischen den Geschlechtern gäbe es gravierende Unterschiede.

Wenn sich stehende, sitzende und gehende Tätigkeiten am Arbeitsplatz regelmäßig abwechseln, so profitieren lediglich die Männer davon: Männer mit Jobs, in denen abwechselnd gesessen und gestanden wird, hatten ein 39 Prozent geringeres Risiko an einer Herz-Kreislauferkrankung zu erkranken als solche, die durchgehend sitzen. Frauen mit Mischjobs wiesen hingegen ein 80 Prozent höheres Risiko auf als solche, die viel saßen.

Warum zwischen den Geschlechtern ein so großes Ungleichgewicht herrscht, konnten die Forscher nicht sagen. Jedoch bemerken sie, dass die männlichen Testpersonen mit Mischjobs häufiger als Kurierfahrer oder Retail Manager arbeiteten.

Bei Männern sei hingegen eine Mischform der Arbeitsbewegungen besser gewesen als bei den Frauen.

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