Tödliche Meningokokken-Infektion in Kindergarten

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Ein Kind aus einer Kindertagesstätte war laut einer Mitteilung des Landkreises an Meningokokken erkrankt und am 19. Januar gestorben. Das Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße hatte nach eigenen Angaben umgehend Maßnahmen eingeleitet, um den erkrankten Kind zu helfen. Diesen wurde dringend empfohlen, heißt es, sich prophylaktisch antibiotisch behandeln zu lassen, um die Gefahr einer weiteren Meningokokken-Erkrankung auszuschließen.

Es gebe zwar keinen weiteren Verdachtsfall, die Kita bleibe aber am Montag geschlossen. Meningokokken-Infektionen können zu Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen führen. Es werde einen Elternabend zum Thema unter Beteiligung des Bergsträßer Gesundheitsamtes geben.

Meningokokken sind Bakterien, die sich im Nasen-Rachen-Raum des Menschen ansiedeln und dort laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung ohne Anhalt klinischer Symptome nachweisbar sind.

Problematisch ist es, sobald die Bakterien ins Blut gelangen. Warum dies geschieht und warum es zu einer möglicherweise lebensgefährlichen Erkrankung kommt, ist nicht bekannt. Sie treten sporadisch auf und kommen auf der ganzen Welt vor. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung vergehen meist drei bis vier Tage.

Die Krankheit beginnt oft mit allgemeinen Symptomen, wie Fieber, Abgeschlagenheit, Übelkeit und Erbrechen sowie Gliederschmerzen. Manchmal auch abrupt mit Schüttelfrost. Zusätzlich treten eventuell Zeichen der Hirnhautentzündung (also Kopfschmerzen mit Lichtscheu und/oder Nackensteifigkeit) und Bewusstseinsstörungen auf. In sehr schweren Fällen kommen Gerinnungsstörungen mit Einblutungen in die Haut hinzu. Die Infektion kann in aller Regel mit Antibiotika geheilt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird.

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