Kind stirbt an Meningokokken-Infektion: 18 Fälle 2017

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Heppenheim/Lindenfels/Stuttgart - In Lindenfels im hessischen Kreis Bergstraße ist ein Kind, das eine evangelische Kindertagesstätte in der Lindenfelser Kernstadt besucht hat, am Samstagabend (19. Januar) an einer Meningokokken-Infektion gestorben. Alle Personen, die in der Kita und außerhalb Kontakt zu dem erkrankten Kind hatten, seien informiert worden. Es gibt drei Untergruppen, die häufigste ist Typ B, sie führte auch zum Tod des Kindes. Damit eine weitere Meningokokken-Infektion verhindert werden kann, wurden alle prophylaktisch mit Antibiotika behandelt. Wie der Kreis auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilt, ist dieser Prozess abgeschlossen worden - aktuell gibt es keinen weiteren Verdachtsfall. Infektionen mit Meningokokken können innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden und zum Tode führen. Die Bakterien treten sporadisch auf und kommen auf der ganzen Welt vor. Sie können sich auch bei gesunden Menschen auf der Nasenschleimhaut ansiedeln - ohne dass die Betroffenen es bemerken.

Zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung vergehen meistens drei bis vier Tage. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Problematisch wird es erst, wenn die Bakterien auch ins Blut gelangen. Die Inkubationszeit kann auch im Bereich von zwei bis zehn Tagen liegen.

Nach dessen Angaben beginnt die Krankheit oft mit allgemeinen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Übelkeit und Erbrechen sowie Gliederschmerzen. Manchmal zeigt sich die Infektion auch sehr abrupt mit Schüttelfrost. Zusätzlich treten eventuell Zeichen der Hirnhautentzündung (also Kopfschmerzen mit Lichtscheu und/oder Nackensteifigkeit) und Bewusstseinsstörungen auf. In sehr schweren Fällen kommen Gerinnungsstörungen mit Einblutungen in die Haut hinzu. Bei entsprechenden Krankheitssymptomen wird empfohlen, umgehend ärztlichen Kontakt aufzunehmen. "Mit frühzeitig verabreichten Antibiotika kann die Infektion wirksam bekämpft werden", teilte das Gesundheitsamt mit. Sabine Güssow (Leiterin Gesundheitsamt Bergstraße) und Herr Dr.

Für Rückfragen stehen ab Montag Frau Dr. Alexander Beile (Fachbereichsleiter Infektions- und Umwelthygiene) unter der Telefonnummer 06252/155396 zur Verfügung.

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