Zwei Tote von brennendem Tanker geborgen

Einstellen Kommentar Drucken

Der seit acht Tagen vor der Küste Chinas brennende iranische Öltanker "Sanchi" ist gesunken.

Auf dem seit einer Woche im Ostchinesischen Meer brennenden Öltanker "Sanchi" gehen die Rettungs- und Löscharbeiten nur schleppend voran.

Das Schiff war auf See mit einem chinesischen Frachter kollidiert und hatte Feuer gefangen. Immer wieder kam es an Bord zu Explosionen. Das Unglück ereignete sich 300 Kilometer vor der chinesischen Küste.

Das iranische Transportministerium bestätigte den schon im Vorfeld befürchteten Tod aller 30 iranischen Seeleute auf dem verbrannten Öltanker. Das Ministerium hatte noch gehofft Überlebende zu finden, musste diese Hoffnung aber aufgeben, sagte Vizeminister Mohamed Rastad am Sonntag. Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass die Leichen von den 29 der 30 Seeleute geborgen werden könnten, weil das Schiff gesunken sei.

Am Samstag gelang es chinesischen Rettungskräften, die Leichen zweier Besatzungsmitglieder zu bergen sowie Schiffsdaten und Videoaufnahmen zu sichern. Der Tanker hatte knapp 160 Millionen Liter Ölkondensat im Wert von 60 Millionen Dollar geladen. Bei Berührung mit Wasser verdunstet das Leichtöl sehr schnell, das entstehende Gas ist jedoch hochexplosiv und giftig.

Hohen Temperaturen im Innenraum des Schiffes hinderten sie jedoch daran, weiter in die Besatzungsräume vorzudringen. Die Ursache der Kollision ist noch unklar. Laut Rastad sind zwei Drittel des 274 Meter langen Tankers nun gesunken. Wie das iranische Ölministerium mitteilte, gehört der Tanker einem staatlichen Unternehmen, das die iranischen Öltanker betreibt.

Comments