Trump sagt Besuch in Großbritannien ab

Einstellen Kommentar Drucken

US-Präsident Donald Trump hat die seit Monaten für Februar 2018 geplante Reise nach London abgesagt.

Dabei schien die Botschaftseröffnung bislang als elegante Lösung für einen Trump-Staatsbesuch mit reduziertem Programm – Trump und den Briten wäre eine Rede des US-Präsidenten im Parlament und vor der Queen erspart geblieben.

Trump hatte seinen Besuch zu der Eröffnung mit der Begründung abgesagt, die Regierung seines Vorgängers Barack Obama habe die alte Botschaft in bester Lage zu einem Schleuderpreis hergegeben.


Wenn er schon selbst nicht kommen will stellt man eben die Wachsfigur von Donald Trump aus Madame Tussauds Kabinett vor die neue Botschaft

Donald Trump sorgt wieder für Aufregung: Er hält nichts von der neuen US-Botschaft in London und will sie daher auch nicht offiziell eröffnen. Außenminister Boris Johnson beleidigte umgehend Khan und Labour-Chef Jeremy Corbyn: Solche Leute seien "aufgeblasene, wichtigtuerische Lackaffen", die die wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen mit den USA gefährdeten. Im Gegenteil: 1,8 Millionen Briten haben eine offizielle Parlamentspetition gegen den Staatsbesuch unterzeichnet, das Parlament debattierte darüber – und ein Oppositionsabgeordneter sprach gar von "Händchenhalten mit dem Faschisten Trump". Denn obwohl Premierministerin Theresa May vor einem Jahr bei ihrem Antrittsbesuch im Weißen Haus eine Einladung Trumps durch Queen Elizabeth ausgesprochen hatte, wird der US-Präsident nicht mit offenen Armen empfangen werden. Dies stieß auf heftigen Protest in Großbritannien; Massendemonstrationen werden erwartet.

Nicht nur Experten, sondern auch die britischen Medien vermuten einen ganz anderen Grund: Trump hat keine Lust, nach England zu kommen – und sich (vermutlich) anfeinden zu lassen! Ein Regierungssprecher in London wollte auch am Freitag auf Anfrage nicht sagen, für wann dieser Besuch genau geplant ist. Die Regierung lehnt das ab.

Die alte amerikanische Vertretung war ein imposantes Gebäude in einem wohlhabenden Viertel Londons. Das Gebäude versorgt sich weitgehend selbst mit Energie. Selbst um die Golfplätze des US-Präsidenten im Vereinigten Königreich gibt es Ärger.

Comments