Terrorverdächtiger übergießt zwei Beamte der JVA Iserlohn mit heißem Wasser

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Drüpplingsen. Für die Beamten der Justizvollzugsanstalt (JVA) Iserlohn sollte es ein Routineeinsatz werden. Ein Beamter erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und am Bauch, der andere Verbrühungen auf dem Arm. Demnach soll es sich bei dem Angreifer um einen Deutschen handeln, der zum Islam konvertierte und unter Terrorverdacht steht. Laut "Bild" wurde er bereits im Sommer 2016 festgenommen. "Doch der zuständige Richter hat darauf bestanden, dass er die Verweigerungshaltung aufgeben solle". Es werde von einem "islamistisch motivierten Hintergrund" ausgegangen, sagte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp. Auch sein Betreuer, mit dem er sich gut verstand, konnte ihn davon nicht überzeugen.

Dem Bericht zufolge soll der 17-Jährige einen Wasserkocher in seinem Haftraum benutzt haben, um das Wasser zu erhitzen.

Laut JVA-Leiter Güttler habe nichts auf die Attacke hingedeutet. Der Schwerverletzte war laut Güttler die Vertrauensperson des Jugendlichen. Der Häftling sei ein halbes Jahr in der JVA und nie "auffällig" gewesen.

Deshalb sei der Angriff auch kaum erklärbar.

Man könne nicht die Wasserkocher nun nicht generell verbieten. Ein Insasse habe am Donnerstagmorgen in der JVA mit heißem Wasser gespritzt, sagte der Sprecher des Justizministeriums, Peter Marchlewski, am Abend.

Der Ministeriumssprecher sprach von einer "staatsfeindlichen Grundhaltung" des mutmaßlichen Täters.

Die Polizei nahm die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung".

Die beiden verletzten Beamten werden in einem Krankenhaus in Bochum behandelt.

Zudem wurde der Jugendliche mittlerweile in die Jugendhaftanstalt Herford verlegt.

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