Salmonellen in Babymilch - Zwölf Millionen Dosen zurückgerufen

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Der französische Molkereikonzern Lactalis hat weltweit mehr als zwölf Millionen Produkte zurückgerufen, die mit Salmonellen verunreinigt sein könnten. Das erklärte Konzernchef Emmanuel Besnier der französischen Zeitung "Journal du dimanche". Den betroffenen Familien versprach der Molkerei-Boss eine Entschädigung. Nach einem Treffen mit dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire ordnete der Konzern aber an, alle Babymilchprodukte aus seiner Fabrik in Craon in Westfrankreich aus dem Handel zu nehmen. Die Folgen der Verunreinigung seien für ihn Anlass "zu sehr großer Sorge".

Mit dieser "radikalen Entscheidung" sollen Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Aussortieren vermieden werden, hatte Le Maire gesagt. In den Tagen zuvor war bekanntgeworden, dass wegen Fehlern bei mehreren großen Supermarktketten in Frankreich bereits zurückgerufene Produkte aus dem Werk trotzdem verkauft worden waren. Nachdem mehr als 30 Babys erkrankt waren, hatte Lactalis deshalb im Dezember in drei Schritten die gesamte Produktion seit Februar 2017 zurückgerufen. Aktuell gibt es einen Fall in Spanien, ein weiterer in Griechenland muss noch geprüft werden.

Konzernchef Besnier hatte sich bislang noch nicht öffentlich zu dem Skandal geäußert. In Deutschland verkauft der Hersteller nach eigenen Angaben zwar keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis.

Die Salmonellen-Enteritis ist eine infektiöse Durchfallerkrankung aus der Gruppe der sogenannten Salmonellosen.

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