Meltdown und Spectre: Intel-Anwender kämpfen mit Reboot-Problemen

Einstellen Kommentar Drucken

Vor allem der Chip-Riese Intel ist mit beinahe all seinen Prozessoren von den Schwachstellen betroffen und steht wegen der bislang intransparenten Kommunikation heftig in der Kritik.

Während Apple-Nutzer nun wieder weitestgehend sicher sind, möchte der Intel-CEO die Angelegenheit nicht als einmaliges Erlebnis abtun, sondern sieht Intels kundenorientierte Sicherheitsbemühungen als eine dauerhafte Priorität an. Ab dem nächsten Monat gehe es daran, auch für ältere Intel-Chips Updates in die Wege zu leiten.

Möglicherweise müssten deshalb neue Updates entwickelt werden.

Je leistungsfähiger ein Chip ist, desto wahrscheinlicher sei er von einem Angriff bedroht.

Auch äußerte sich Krzanich nicht dazu, wie die potenziell folgenschweren Fehler in der Prozessor-Architektur so lange unentdeckt bleiben konnten.

Intel muss laut eigenen Angaben einen Sicherheitspatch nachbessern.

Im nachbörslichen Handel verloren Intel-Aktien an der Wall Street rund 0,5 Prozent.

Unterdessen droht Intel-Chef Brian Krzanich wegen eines millionenschweren Aktienverkaufs auch persönlicher Ärger. In seinem Schreiben nimmt er vor allem die Abnehmer der Prozessoren in die Pflicht.

Nun hat der Hersteller eine Reihe von Benchmarks veröffentlicht, die die erhitzten Gemüter beruhigen sollen.

Außerdem versicherte Krzanich, dass Kunden in Zukunft über neu entdeckte Schwachstellen frühzeitig informiert werden. Nachdem unter anderem der Softwarekonzern Epic Games auf eine schwächere Performance bei Spielen hingewiesen hatte, gibt nun auch Intel zu, dass die Chips gedrosselt werden, sobald die Sicherheitslücken per Update geschlossen werden. Sowohl Client-Rechner wie auch Server-Systeme in Rechenzentren sollen nach dem Einspielen der Patches häufiger rebooten als vor dem Patch. Dabei handelt es sich um Angriffsszenarien, die mit herkömmlichen Softwareschwachstellen nicht vergleichbar sind.

Experten hatten die Sicherheitslücken in der vergangenen Woche öffentlich gemacht, von denen in unterschiedlicher Ausprägung auch Prozessoren der Konkurrenten AMD und ARM betroffen sind.

Comments