Brandenburgs Polizei sicher DHL-Erpresser schlug wieder zu

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Der DHL-Erpresser hat wieder zugeschlagen!

Das war passiert: In einer Berliner Bankfiliale ist am Freitag eine verdächtige Versandtasche mit Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht. Es gebe bauartbedingte Ähnlichkeiten zu den Bomben, die in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) gefunden worden waren, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Abend. Der Berliner Polizeisprecher Thomas Neuendorf sagte: "Dieser Brief und der Inhalt hätte Menschen verletzen können".

Nach neuesten Erkenntnissen der Brandenburger Polizei soll der Täter also in allen drei Fällen der DHL-Erpresser sein.

Diese Einschätzung wurde von einem Sprecher des Brandenburger Innenministeriums bekannt gegeben. Als Mitarbeiter das Päckchen öffneten, ragten Drähte heraus. Die Brandenburger Polizei geht von einem Zusammenhang mit den Briefbomben in Potsdam und Frankfurt/Oder aus.

Einzelheiten wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt.

Bombenalarm auf der Steglitzer Schloßstraße: Um 11.37 Uhr hatte ein Postbote einen etwa Din-A-4 großen Umschlag in einer Filiale der Commerzbank abgegeben. Die Rede war von "pyrotechnischem Material", das zwar explosionsfähig sei, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit. Das komplette Bank- und Wohngebäude sowie die direkte Umgebung an der Einkaufsstraße wurden geräumt und stundenlang abgesperrt.

Kriminaltechniker entfernten die sichtbare Zündvorrichtung. Anschließend untersuchte ein Sprengstoffroboter, gesteuert von Spezialisten der Polizei in Schutzanzügen, die Versandtasche. Das gefundene Pulver müsse noch genauer analysiert werden, sagte der Polizeisprecher. Die Kriminalpolizei untersuchte, ob sich Fingerabdrücke oder DNA-Spuren finden lassen, um den Absender zu identifizieren. In einer Potsdamer Apotheke wurde ein Paket abgegeben, das eine Sprengvorrichtung enthielt. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Der Erpresser will 10 Millionen Euro in der Krypto-Währung "Bitcoins". Anfang November war zudem eine Paketbombe an ein Geschäft in Frankfurt (Oder) geschickt worden.

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