Zahl der "Reichsbürger" um mehr als 50 Prozent gestiegen

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Dem Bericht zufolge besitzen mehr als 1000 Reichsbürger eine waffenrechtliche Erlaubnis. Dem Bericht zufolge ist die Zahl der "Reichsbürger" und sogenannter Selbstverwalter binnen eines Jahres um mehr als 50 Prozent gestiegen - auf nunmehr 15.600 in diesem Januar.

Der Focus sieht Gefahren für die Republik durch Reichsbürger: Zahl der Reichsbürger angeblich auf 15.600 gestiegen.

Die größte Szene befindet sich in Bayern, wo die Behörden rund 3500 Reichsbürger zählen.

In Ostdeutschland plant eine bewaffnete Gruppe innerhalb der "Reichsbürger" nach "Focus"-Informationen den Aufbau einer eigenen Armee". Sicherheitskreise hätten bestätigt, dass sich Reichsbürger aus mehreren Bundesländern bei einem konspirativen Treffen mit dem Aufbau einer militärischen Organisation befasst hätten. In Baden-Württemberg wird deren Zahl mit 2500 angegeben, in Nordrhein-Westfalen mit 2200, in Niedersachsen mit 1400 und in Sachsen mit 1300. Anfang 2017 waren die Sicherheitsbehörden noch von zehntausend Reichsbürgern in Deutschland ausgegangen. "Die bereiten sich eigenen Angaben zufolge auf den Tag X vor", zitierte der "Focus" einen ranghohen Beamten. Entsprechende Bestrebungen haben Verfassungsschutzämter in Ostdeutschland registriert.

Staatsschützer befürchten laut FOCUS, die Idee einer Reichsbürger-Armee könnte bislang unvernetzte Einzelaktivisten und Kleinstgruppen mobilisieren, sich enger zusammenzuschließen und feste Strukturen aufzubauen. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil ihr auch Rechtsextremisten angehören. Viele geben an, dass für sie das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 fortbesteht.

Der dramatischste Fall: In Georgensgmünd hatte ein "Reichsbürger" einen Polizisten erschossen, der mit Kollegen angerückt war, um die Waffen des Mannes einzukassieren. Seitdem rückte die Gruppierung verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden.

Doch nicht nur die Zahl an Reichsbürger ist für die Experten besorgniserregend. Vor allem in bestimmten Regionen Deutschlands ist die Szene sehr aktiv. Wegen der vielen Waffen, die in der Reichsbürgerszene vermutet werden müssten, seien staatlich Beschäftigte gefährdet.

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