Videobeweis hat 37 Fehlentscheidungen verhindert

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DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich glaubt trotz der Anlaufschwierigkeiten in der Fußball-Bundesliga sogar an einen Einsatz des Videobeweises bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli). In 50 Fällen empfahl der Videoassistent dem Referee auf dem Platz, seinen Entscheid zu korrigieren. DFB und DFL räumten aber auch ein, dass der Einsatz des Videoassistenten zu elf Fehlentscheidungen geführt habe. Laut DFB und DFL waren 48 Mal die Entscheidungen auch korrekt.

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) und die Deutsche Fussball Liga (DFL) haben sich kurz vor dem Start zur Bundesliga-Rückrunde noch einmal eindeutig für den umstrittenen und viel diskutierten Videobeweis ausgesprochen. Eingreifen sollen die Schiedsrichter nur bei spielentscheidenden Situationen - das sind laut Fifa Tore, Elfmeter, Rote Karten und Situationen, in denen Schiedsrichter Spieler verwechseln. "Das stimmt uns sehr zuversichtlich".

In der am Freitag startenden Rückrunde sollen die Schiedsrichter öfter in die "Review-Area" am Spielfeldrand kommen, um selbst einen Blick auf die strittigen Situationen zu werfen.

Ob das alles die Kritiker besänftigt?

Die Bundesliga hatte in dieser Saison testweise den sogenannten Videoassistenten eingeführt.

Was den aber sicherlich nicht aufhalten wird. Im März wird der internationale Leitfaden zur Umsetzung des Video-Beweises überarbeitet. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass er sich bei der Council-Sitzung des Weltverbandes FIFA für den Einsatz beim Weltturnier einsetzen wird.

Nachdem Fröhlich ein positives Hinrundenfazit des Videobeweises zog, ist er überzeugt, dass die Technik auch bei der WM zum Einsatz kommt. Nur fünf Fehler seien dabei begangen worden, berichtete der Präsident des italienischen Schiedsrichterverbands, Marcello Nicchi. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie.

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