US-Steuerreform kurbelt Gewinn von Wells Fargo an

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Die mit den Folgen eines teuren Scheinkonten-Skandals kämpfende US-Großbank Wells Fargo gehört schon heute zu den Profiteuren von Donald Trumps Steuerreform.

Die Einmalkosten aus der Reform liessen das Nettoergebnis um 37 Prozent auf 4,23 Milliarden US-Dollar fallen, wie das Geldhaus mitteilte. Ohne diesen Effekt hätte der Gewinn 6,7 Milliarden Dollar betragen und damit etwa auf Höhe des Vorjahresquartals. Die gesamten Einnahmen der Bank im Quartal - die Erträge - stiegen leicht auf 22,1 Milliarden Dollar.

JP Morgan ist Amerikas größte Bank.

J.P. Morgan eröffnet den Bilanzreigen der US-Grossbanken. Die europäischen Konkurrenten brauchen noch etwas länger, bis sie den Investoren einen Blick in die Bücher gewähren.

So wie JP Morgan leiden auch die meisten anderen amerikanischen Banken unter der Steuerreform von Trump - allerdings nur kurzfristig. Die Institute hatten während der Finanzkrise hohe Verluste erlitten, die sie über Jahre geltend machen konnten und die die Steuerlast drückten.

Während die US-Steuerreform die Kassen von J.P. Morgan leer, füllt sie die Kassen von Wells Fargo.

Das teilte das Geldhaus aus San Francisco am Freitag mit. Das war deutlich mehr als die 1,69 Dollar, die Analysten im Durchschnitt erwartet hatten und entsprach einem Plus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für die Bewältigung von Rechtsstreitigkeiten verbuchte das Institut im Schlussquartal eine Belastung von 3,25 Mrd.

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