Über ein Dutzend Tote nach Anschlag auf eine Beerdigung in Afghanistan

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Kabul Bei der Beerdigung eines Politikers im Osten Afghanistans ist am Sonntag eine Bombe explodiert. Mindestens 14 weitere Personen wurden verletzt, als eine auf einem Motorrad montierte Bombe in der Trauergesellschaft detonierte, wie ein Sprecher des Provinzgouverneurs sagte.

Dschalalabad - In Afghanistan sind bei einem Anschlag auf ein Begräbnis mindestens 15 Menschen getötet worden. Die afghanische Provinz Nangarhar grenzt an Pakistan und gilt als Hochburg des sich ausbreitenden so genannten "Islamischen Staats" (IS). Andere Quellen berichteten von bis zu 30 Verletzten.

Zunächst hieß es, der Anschlag sei von einem Selbstmordattentäter verübt worden. Alle Opfer waren Zivilisten, wie der Sprecher weiter sagte. Die Menschen hatten sich versammelt, um einen ehemaligen Chef der Distriktverwaltung zu beerdigen.

Bisher hat noch keine Gruppe die Verantwortung für den Anschlag übernommen. Die radikalislamischen Taliban versicherten im Online-Dienst Twitter, dass sie nichts mit der Tat in der Nähe der Provinzhauptstadt Jalalabad zu tun hätten. In Nangarhar kontrolliert die Terrormiliz IS einige Gebiete. Die Extremisten im Osten des Landes werden von amerikanischen und Regierungstruppen regelmäßig bombardiert.

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