Insolvenzverfahren von Niki soll in Österreich laufen

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Mit dem Insolvenzantrag von Niki liegt somit der zweite Insolvenzantrag am Landesgericht Korneuburg vor.

Niki war ist nach der Insolvenz der Mutter Air Berlin im August 2017 ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert.

Im Fall der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki ist in Österreich ein zweites Hauptinsolvenzverfahren eröffnet worden. Der vorläufige Insolvenz-Verwalter Lucas Flöther hatte ein zweites Insolvenz-Verfahren in Österreich angekündigt, um den bereits ausgehandelten Kaufvertrag mit der British-Airways-Mutter IAG abzusichern.

Der Richter werde frühestens am Freitag darüber entscheiden, ob der Antrag zugelassen werde, hieß es vonseiten des Gerichts.

Niki war- nach der Mitte August von ihrer Mutter Air Berlin beantragten Insolvenz- ebenfalls in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Fotzo Rainer Jensen  Archiv

Niki-Chef Oliver Lackmann verlässt die Airline im Februar.

Das Fluggastportal Fairplane, das juridisch gegen das bisher in Deutschland laufende Verfahren vorgegangen war, drängte auf die Eröffnung des Hauptverfahrens in Österreich. Nach der beantragten Insolvenz der Air Berlin sollte ein rascher Verkauf von Niki beziehungsweise der vorhandenen ihren Assets (Flugrechte) erfolgen. Vueling hat, wie schon länger bekannt, 20 Millionen Euro pauschal für die verwertbaren Teile von Niki geboten und zusätzlich ein Darlehen von 16,5 Millionen Euro zum Erhalt von Nikis Betriebsfähigkeit gegeben.

Vueling ist laut Insolvenzantrag auch berechtigt, vom Kauf zurückzutreten, wenn ein anderer zum Insolvenzverwalter bestellt würde. Das teilte der 48-jährige Deutsche in einem Schreiben an die Niki-Mitarbeiter mit, das dem Luftfahrtportal "Austrian Aviation Net" vorlag. "Der KSV1870 begrüßt den Schritt des Unternehmens, da nach Eröffnung eines österreichischen Insolvenzverfahrens ein österreichischer Masseverwalter in Kooperation mit dem vorläufigen deutschen Insolvenzverwalter und mit Unterstützung des Gläubiger- ausschusses gemeinsam an der Herbeiführung einer schadensminimierenden Lösung arbeiten kann". "Es wird von weiteren Rückzahlungen ausgegangen", heiß es weiter: "Eine Aussage zum endgültigen Zeitpunkt und zur abschließenden Höhe der Rückzahlungen ist derzeit nicht möglich". Das Landgericht Berlin gab Fairplane Recht - allerdings zieht Niki-Insolvenzverwalter Flöther gegen diesen Beschluss vor den Bundesgerichtshof. Zur Tilgung sollte auch der Erlös aus dem geplatzten Niki-Verkauf an Lufthansa genutzt werden.

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