Coca-Cola bringt neue Sorten

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Ab Jahresmitt soll dann auch die Fanta in der kleinsten Dosen-Variante erscheinen.

Berlin - Nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) plant der gigantische Konzern Coca-Cola die Einführung von Mini-Dosen. Allen voran: die Deutsche Umwelthilfe (DUH).

Gute Neuigkeiten für Coca-Cola-Liebhaber: Wie "Business Insider" berichtet, bringt das Unternehmen in naher Zukunft vier neue Geschmacksrichtungen auf den Markt - und das Design wird ebenfalls geändert.

Laut Einschätzung des DUH-Bundesgeschäftsführers Jürgen Resch müsse schlimmstenfalls die Bundesregierung dafür sorgen, dass diese gesetzliche Mehrwegquote beim Konzern erreicht wird.

"Eine der umweltunfreundlichsten Getränkeverpackungen ist die Getränkedose". Coca Cola teilt auf EXPRESS-Anfrage mit, eine Einführung in Deutschland sei "derzeit nicht vorgesehen". Deren Produktion verbraucht viel Energie. Die 1,5-Liter- und 0,5-Liter-Mehrwegflasche wurden bereits abgeschafft und aus dem Sortiment genommen. Denn: In Deutschland werden die neuen Sorten nicht eingeführt. Weil für deren Herstellung auch Neumaterial eingesetzt wird, müssen Aluminium- oder Eisenerz gewonnen werden. Zudem kommen auf eine Tonne Aluminium bis zu vier Tonnen giftiger Rotschlamm als Abfallprodukt.

Kleindosen würden das Verhältnis der verpackten Getränkemenge im Vergleich zum eingesetzten Verpackungsmaterial erheblich verschlechtern. "Am Ende wird dieser in riesige Becken geleitet und stellt eine ernstzunehmende Gefahr dar", sagt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer. Die Profitgier des Soft-Drink-Giganten kenne keine Grenzen, kritisiert Resch und fordert Coke auf, auf die Einführung zu verzichten. Wer seine Getränke umweltfreundlich genießen möchte, sollte zur Mehrwegflasche greifen. Denn auch die Dosen würden zu rund 70 Prozent aus wiederverwertetem Material bestehen. Durch ihre bis zu 60-malige Wiederbefüllung könnten Ressourcen eingespart und das Klima entlastet werden, so Resch weiter.

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