Chaos bei AfD Niedersachsen geht weiter - Parteitag abgesagt

Einstellen Kommentar Drucken

Hannover Die von internen Machtkämpfen geschüttelte AfD in Niedersachsen kommt nicht zur Ruhe.

HannoverNach der Absage des Sonderparteitags der niedersächsischen AfD wollen sich Gegner des umstrittenen Landeschefs Paul Hampel trotzdem am Samstag in Hannover treffen.

Am Donnerstagabend hatte der Landesvorstand den Sonderparteitag, auf dem über Hampels Abwahl entschieden werden sollte, überraschend abgesagt.

Sein Stellvertreter und parteiinterner Gegner Oliver Westphal bestätigte die Entscheidung: "Aktuell sieht es so aus, dass der Parteitag nicht stattfindet". Partei-Vize Jörn König will mit einem Eilverfahren vor dem Amtsgericht Hannover erreichen, dass der Mietvertrag für den Ort des Parteitags weiter Bestand hat. Hampel hatte dies mit einer unsicheren Rechtslage wegen mehrerer Einladungen begründet. Schließlich machte der Landeschef einen Rückzieher.

Mit dem Antrag wollen die Hampel-Widersacher die Stadt als Vermieterin gerichtlich zwingen, das Mietverhältnis für das Bürgerhaus Misburg wie ursprünglich vorgesehen durchzuführen.

Das Chaos um die Einladungen nannte Hampel nun als Grund für die Absage. Auch gegen die von Hampel versandte Einladung zum "Eilparteitag" lägen beim Landesschiedsgericht vier Anfechtungen vor. "Ich will diesen Parteitag nicht verhindern, aber ich möchte auch nicht, dass das Ergebnis angefochten wird", sagte Hampel.

Comments