BVB-Fans boykottieren Montagsspiel

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Das "Bündnis Südtribüne" kündigte an, dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (26. Februar, 20.30 Uhr) fernzubleiben - und die Karten verfallen zu lassen.

Profitstreben und keine Rücksicht auf Fans: Das BVB-Fanbündnis "Südtribüne Dortmund" wettert gegen das Montagsspiel gegen Augsburg und ruft zum Boykott auf.

Hintergrund ist der bundesweite Protest gegen die Montagsspiele in der Bundesliga.

Es sei "der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen", hieß es in dem Statement auf der Website des Zusammenschlusses.

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Das Bündnis gründete sich 2014 und umfasst inzwischen 2261 Mitglieder. Die meisten sind seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel im Signal-Iduna-Park dabei, wie es auf der Homepage heißt.

In der Einführung von Bundesliga-Montagsspielen sieht das Fanbündnis einen "weiteren großen Schritt hin zum Ausverkauf des Fußballs" - und kritisiert dabei auch den eigenen Klub: "Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen".

Die Bundesligaspiele am Montag seien "der negative Höhepunkt der sukzessiven Spieltagszerstückelung". Zwar war bereits am 2. Mai 2016 die Partie SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart (6:2) auf einen Montag gesetzt worden, das hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) jedoch mit der hohen Auslastung der Polizei am Maifeiertag begründet.

Vor allem die Augsburger Fans haben eine lange Anreise - fast 600 Kilometer müssten sie an einem Arbeitstag nach Dortmund zurücklegen. "Für Arbeitnehmer gehen dafür gut und gerne zwei Urlaubstage drauf, will man am Morgen nicht total übermüdet auf der Arbeitsstelle erscheinen". Es beinhaltet unter anderem - kaum überraschend - die Abschaffung der "Englischen Wochen" und die Abschaffung der Montagsspiele.

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