Puma-Eigentümer will Mehrheit abgeben

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Der französische Luxuskonzern Kering will seine Mehrheit am deutschen Sportartikelhersteller Puma abgeben. Kering will sich eigenen Angaben zufolge künftig ganz auf das Geschäft mit Luxusgütern konzentrieren.

An der Börse kann das Unternehmen aus Herzogenaurach damit wieder eine größere Rolle spielen und Experten zufolge mit der Rückkehr in den Nebenwerteindex MDax rechnen. Wegen des geringen Streubesitzes war Puma in den Kleinwerteindex SDax abgestiegen, obwohl das Unternehmen einen Börsenwert von 5,3 Milliarden Euro hat. Künftig sind 55 Prozent der Aktien breit gestreut, bisher waren es nur 14 Prozent. Damit würde Artémis ein "langfristiger strategischer Aktionär" bei PUMA, hiess es. "Das ist das Beste, was uns hätte passieren können", hieß es in Unternehmenskreisen. Zuletzt war auch über einen Verkauf von Puma etwa nach China spekuliert worden. Gleichzeitig würden Kering und Artémis starke Partner bleiben, so Gulden.

Zu Kering gehören neben Puma Luxusmarken wie Gucci, Yves Saint Laurent oder Brioni. "Die Marke erfreut sich eines starken Umsatzwachstums und macht Fortschritte bei der Rendite", erklärte Kering.

Damit zeichnet sich nach zehn Jahren eine neue Eigentümerstruktur für Puma ab. Euro steigen, der operative Gewinn auf 235 bis 245 Mio. Genaue Zahlen will Puma am 12. Februar nennen.

So käme es zu der Neuordnung zwar nicht zum Höchstkurs, den Puma mit rund 396 Euro erst im November 2017 erreicht hatte. Bis zu 16 Prozent will Kering behalten. "Wir haben eine gute Grundlage für eine rosige Zukunft von Puma gelegt". Die Aktionäre von Kering müssen der Abspaltung ("Spin-off") am 26. April auf der Hauptversammlung noch zustimmen. Immer wieder wurde Puma-Chef Gulden nach Verkaufsabsichten gefragt, immer wieder musste er auf Paris verweisen, wo Funkstille herrschte. Die Hoffnung auf ein lukratives Übernahmeangebot ist mit der Abspaltung zunächst zerstoben. Spekulationen über einen Verkauf der Kering-Tochter kursierten seit längerem und hatten die Papiere im vergangenen Jahr um fast 100 Euro nach oben getrieben.

Während es für die Aktien von Puma am Abend um 4,38 Prozent bergab ging, dämmten die Kering-Titel ihr Minus nur etwas ein auf letztlich 0,99 Prozent.

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