Bayer wirft Covestro-Aktien für 1,5 Mrd Euro auf den Markt

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Bayer nahm beim Verkauf von weiteren rund 10 Prozent der Anteile insgesamt 1,8 Milliarden Euro ein, wie der Konzern am Donnerstag in Leverkusen mitteilte.

Bayer forciert den Ausstieg bei seiner ehemaligen Kunststoff-Tochter Covestro.

Bayer verkaufte die einzelne Aktie zu 86,25 Euro - das bedeutete einen Abschlag von zweieinhalb Prozent auf den Schlusskurs vom Vortag. Derzeit liegt der von Bayer direkt gehaltene Anteil an Covestro bei 24,6 Prozent, der Bayer Pension Trust hält weitere 8,9 Prozent. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer warf zum fünften Mal innerhalb von zehn Monaten ein milliardenschweres Paket von Covestro-Aktien auf den Markt, wie er am Mittwochabend nach Börsenschluss ankündigte. Covestro ging gestern mit 88,46 Euro aus dem Handel. Damit ist der Kunststoffspezialist wertvoller als gleich fünf aktuelle Dax-Mitglieder: Commerzbank, Thyssenkrupp, Lufthansa, RWE sowie ProSiebenSat.1 mit gerade noch 6,6 Milliarden Euro. Die Covestro-Aktie, die wegen der Platzierung im Späthandel unter Druck geraten war, erholte sich am Donnerstagmorgen leicht auf 87 Euro. Bayer notierten mit 105,96 Euro fast unverändert.

Bayer ist im Umbruch: Momentan arbeiten die Leverkusener an der größten Übernahme der Firmengeschichte, dem Kauf des US-Agrochemiekonzerns Monsanto.

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